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Federer: ''Vielleicht mein bester Sieg hier''
Christian Zürcher
Von Christian Zürcher
christian.zuercher@sportalgroup.com
 
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Federer: ''Vielleicht mein bester Sieg hier''
Ein gelöster, aber nicht euphorischer Roger Federer stellte sich nach seinem siebten Turniersieg bei den Swiss Indoors den Medien. Der Baselbieter sprach über die grosse Unterstützung der Fans, die Besonderheit des Sieges gegen Nadal und verriet, wie er in der kurzen Zeit bis zum nächsten Aufbruch zu feiern gedenkt.

6:3, 5:7, 6:3 - der Weg zu Turniersieg Nummer 88 (Federers Lieblingszahl) seiner Karriere war holprig, doch trotz einem Auf und Ab schaffte es der Schweizer schliesslich, für sich selbst und das Publikum in seiner Heimatstadt den bestmöglichen Ausgang der Swiss Indoors herbeizuführen.

Wie schon Rafael Nadal vor ihm erklärte auch Federer, das Spiel sei sehr eng gewesen und habe sich wenn auch nicht auf Weltklasse-, so doch auf einem ansehnlichen Niveau bewegt.

''War sehr speziell und schön für mich''

''Es ist vielleicht mein bester Sieg hier'', sagte der Lokalmatador und führte gleich aus, was er damit meinte. ''Nach all diesen Jahren zum ersten Mal in Basel gegen Rafa zu spielen, war sehr speziell und schön für mich.'' Dass der Final über drei Sätze ging und auf beide Seiten hätte kippen können, habe dieses Gefühl noch verstärkt.

Nach den vielen grossen Finals in aller Welt brannte Federer darauf, sich auch ''in seiner Wohnstube'' mit dem Spanier zu messen. ''Ich würde nicht sagen 'endlich', aber dass ich das mit 34 Jahren noch erleben darf und dazu noch gewinne, ist toll'', sagte er.

Dank an Zuschauer: ''Ohne sie wäre es vielleicht nicht so gekommen''

Nach dem gewonnenen zweiten Satz lag das Momentum eigentlich auf der Seite Nadals, dessen Aufholjagden in dieser Woche Federer durchaus im Kopf herumgeisterten. Dennoch fand er mit Hilfe des lautstarken Publikums einen Weg, die Vorteile im Entscheidungssatz wieder auf seine Seite zu ziehen. Vielleicht hätten die Fans, die den Lärmpegel in der St. Jakobshalle teilweise auf die Spitze trieben, tatsächlich das Zünglein an der Waage gespielt, sagte der glückliche Sieger.

''Ohne sie wäre es vielleicht nicht so gekommen'', sagte er. Schon in den Spielen gegen Philipp Kohlschreiber und David Goffin habe das Publikum ihn durch schwierige Phasen getragen, etwas ähnliches sei ihm vielleicht nur 2013 zuteil geworden, als er aus der schwierigen Zeit mit seinen Rückenproblemen kam.

''Das muss es dann schon sein''

Mit dem sechsten Turniersieg hat Federer die Anzahl Pokale des letzten Jahres bereits übertroffen. Vor den noch ausstehenden Highlights in Paris-Bercy (nächste Woche) und London (in zwei Wochen) sei jetzt aber erst einmal ein Glas Champagner fällig.

''Das muss es dann schon sein. Ich habe in dieser Woche alles gegeben, weshalb ich zwischendurch auch etwas müde war. Jetzt aber fühle ich mich grossartig. Mal schauen, wer noch hier ist'', so Federer zu seinen Partyplänen.

Paris: Erst im Final gegen Nadal oder Djokovic

Lange dürfte die Feier allerdings nicht andauern, bereits am Montag steht die Reise nach Paris an, wo der Schweizer nach einem Freilos zum Auftakt auf Andreas Seppi oder Pablo Cuevas trifft.

Nadal, der in der gleichen Tableau-Hälfte wie Novak Djokovic figuriert, könnte er erneut erst im Final begegnen. (czr)

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