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Bald kein Grand-Slam mehr in Paris? Bewerber sind bereit...
Mathias Germann
Von Mathias Germann
mathias.germann@sportal.email
 
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Dunkle Wolken hängen über derzeit über den French Open. Wortwörtlich, aber auch im übertragenen Sinn.

Einerseits ist da der sportliche Aspekt: Tennis-Beauty Maria Sharapova fehlt aufgrund einer Dopingsperre, Roger Federer gab wegen einer Rückenverletzung schon vor Turnierbeginn Forfait und Publikumsliebling Rafael Nadal musste nach zwei Runden verletzt aufgeben.

Wo bleibt das Dach?

Als zweiter Punkt sind das miserable Wetter und die damit verbundenen ständigen Verschiebungen zu nennen, welche auf die Stimmung drücken.

Nun könnte man sagen: Dafür kann der Organisator ja nichts. Stimmt aber nicht ganz. Denn: Schon seit vielen Jahren wird von einem überdachten Center Court gesprochen. Nur passiert ist bislang nichts. Turnierdirektor Guy Forget vertröstet mittlerweile alle auf 2020. Sicher ist auch das nicht.

Wimbledon, Melbourne und New York machen es vor

Zur Erinnerung: Sowohl in Wimbledon als auch bei den Australian Open wird schon lange unter Dach gespielt, und ab diesem Herbst ist dies auch im Arthur Ashe Stadion in New York der Fall. Ein weiterer Aspekt, der die French Open mittlerweile zur klaren Nummer 4 der Grand-Slam-Turniere macht: Alles ist viel zu eng.

Der Komfort für Zuschauer und Spieler ist gering, überall wird gedrängelt und lange Schlangen vor Verkaufsständen sind Standard. Der Deutsche Ex-Tennis-Spieler Tommy Haas sagte schon vor Jahren: ''Hier fühlt man sich wie im Zoo.''

Madrid, China oder der nahe Osten?

Und so kommt es, dass mittlerweile hinter vorgehaltener Hand das lange Undenkbare die Runde macht - nämlich dass man Roland Garros den Grand-Slam-Status entziehen könnte. Aber welche Turniere hätten Interesse an einem Major-Event?

Madrid wäre ein Kandidat, in der spanischen Hauptstadt könnte man sich eine Übernahme offenbar vorstellen. Auch in China oder in Dubai oder Doha schielt man in Richtung Paris.

Die Voraussetzungen sind dort rosig, um ein Grand-Slam-Turnier aufzubauen: Es gibt genügend Platz, Geld und Bauvorhaben können in Windeseile umgesetzt werden. Zudem würden auf einem neuen Kontinent neue Märkte erschlossen. Ob Europa bald nur noch zwei Major-Turniere haben wird? Die Zukunft wird es zeigen.

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