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Murray scheitert an Nishikori in fünf Sätzen
Murray scheitert an Nishikori in fünf Sätzen

Mitfavorit und Weltnummer 2 Andy Murray scheitert im US-Open-Viertelfinal in fast vier Stunden 6:1, 4:6, 6:4, 1:6, 5:7 am Japaner Kei Nishikori.

Der Wimbledon- und Olympiasieger erreichte damit erstmals in diesem Jahr bei einem Grand-Slam-Turnier nicht den Final. Nishikori, die Nummer 7 der Welt, steht hingegen zum zweiten Mal nach 2014, als er im Final gegen Marin Cilic verlor, im Halbfinal. Dort trifft er auf Stan Wawrinka oder Juan Martin Del Potro.

Murray startete ähnlich überzeugend wie er im Achtelfinal gegen Grigor Dimitrov die gesamte Partie dominiert hatte. Zweimal wurde er jedoch durch äussere Umstände eingebremst. Nach dem klaren 6:1 im ersten Satz begann es bei 3:3 im zweiten leicht zu regnen, so dass das Dach des Arthur Ashe Stadium geschlossen wurde. Danach kam der Japaner besser ins Spiel.

''Ich hätte die Partie natürlich gerne gewonnen, aber es war auch so ein guter Sommer''

Nachdem er den dritten Satz gewonnen hatte, erarbeitete sich Murray im dritten Game des vierten Durchgangs einen Breakball zum 2:1 und befand sich im Ballwechsel in einer guten Position, als eine Fehlfunktion der Tonanlage im Stadion einen lauten Gong ertönen liess. Der Punkt wurde unterbrochen, wiederholt und der Schotte regte sich fürchterlich auf. So sehr, dass er nicht nur das Break nicht schaffte, sondern gleich die nächsten sieben Games bis zum 0:2 im fünften Satz verlor.

Diesen Rückstand machte er zum 4:4 zwar nochmals wett, auf einen weiteren Aufschlagverlust zum 5:6 konnte er aber nicht mehr reagieren. Der Brite nahm die Niederlage danach recht gelassen. "Im Prinzip kann ich nicht allzu enttäuscht sein. Ich hätte die Partie natürlich gerne gewonnen, aber es war auch so ein guter Sommer", erklärte er. Für Murray war es erst die zweite Niederlage im 28. Spiel seit dem verlorenen Final des French Open. Die Müdigkeit angesichts des chargierten Programms in den letzten Wochen wollte er nicht als Grund sehen. "Andere haben auch viel gespielt und sind auch müde."

Nishikori zeigte sich natürlich glücklich über den Sieg. "Der Start war schwierig, aber dann hat es mir geholfen, dass ich während der Regenunterbrechung mit meinen Coaches sprechen konnte", erklärte der Japaner. Und diese, Michael Chang und Dante Bottini, fanden offenbar die richtige Taktik.

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