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Die ''Big Four'' sind Geschichte: Jetzt ist auch Stan ein ganz Grosser!
Adrian Ehrat
Von Adrian Ehrat
adrian.ehrat@sportal.email
 
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Die ''Big Four'' sind Geschichte: Jetzt ist auch Stan ein ganz Grosser!
Lange war im Herrentennis von den ''Big Four'' die Rede - denjenigen Spielern also, welche die grossen Titel unter sich ausmachten. Spätestens seit heute muss man einen weiteren Akteur zum erlauchten Kreis der dominanten Kräfte im Herrentennis dazuzählen: Stan Wawrinka!

46 Grand-Slam-Titel gewannen Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray insgesamt, zurecht sprach man von diesem Quartett von den ''Big Four''. Seit dem Triumph an den US Open muss man diesen Terminus nun korrigieren, denn auch Stan Wawrinka spielt neu im Konzert der Grossen mit. In Wimbledon hat ''Stan the Man'' im kommenden Jahr die Möglichkeit, als erst neunter Spieler überhaupt den Karriere-Slam zu gewinnen - er ist damit bereits einen Schritt weiter als Murray. 

Die ''Big Four'' sind Geschichte: Jetzt ist auch Stan ein ganz Grosser!
Wawrinka mag nicht die Eleganz Federers oder die Kampfkraft Nadals haben, kein Alleskönner wie Djokovic und kein Defensivkünstler wie Murray sein. Doch an einem guten Tag ist der Schweizer der beste Spieler der Welt. Und genau diese guten Tage spart er sich meist für die wichtigsten Momente auf. 

11 Finals hat der Lausanner - mit 31 übrigens der ältesten Grand-Slam-Sieger seit Andre Agassi 2003 - nun in Serie gewonnen und die drei Siege, welche er aus 22 Duellen gegen eine Weltnummer 1 feiern konnte, hat er alle in Grand-Slam-Finals eingefahren. Beeindruckende Statistiken, welche zeigen, dass Wawrinka ein echter Champion ist und seine erstaunliche mentale Stärke untermauern.

Das Glück fiel Stan nie in den Schoss, er musste es sich hart erarbeiten. Die Strasse zum Erfolg war für ihn mit unzähligen Niederlagen gepflastert. 

Erstaunlich ist diese Stärke deshalb, weil der Kopf lange als Schwachpunkt im Spiel des Romands galt. Die erhoffte Konstanz hat Wawirnka bisher nie erreicht, immer wieder musste er sich mit sportlichen, aber auch privaten Rückschlägen abfinden. Doch genau deshalb fühlt man sich mit Stan verbunden - sie machen ihn in der mehrheitlich glattgebügelten Tenniswelt irgendwie ''menschlich''.

Die ''Big Four'' sind Geschichte: Jetzt ist auch Stan ein ganz Grosser!
Das Glück fiel Wawrinka nie in den Schoss, er musste es sich hart erarbeiten. Die Strasse zum Erfolg war für ihn mit unzähligen Niederlagen gepflastert. Er lernte daraus und machte seine Schwäche zur Stärke - getreu dem Motto seines Unterarm-Tattoos (''Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better'').

Genau aus diesem Grund ist Wawrinka ein grosses Vorbild für uns alle. Er hat gezeigt, dass man es mit der richtigen Einstellung auch nach anfänglichen Schwierigkeiten ganz nach oben schaffen kann.

Ein Titel fehlt Stan noch zur absoluten Krönung, derjenige in Wimbledon. Ein realistisches Ziel? Absolut. Denn wie sagte sein Coach Magnus Norman kürzlich? ''Stan hat die besten Jahren noch vor sich.''

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