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Match-Report: Reine Kopfsache
Lucas Orellano
Von Lucas Orellano
lucas.orellano@sportal.email
 
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Match-Report: Reine Kopfsache
Bereits 27-mal hatten die beiden Williams-Schwestern schon gegeneinander gespielt - 16-mal hatte Serena dabei die Oberhand behalten. So auch heute im Final der Australian Open.

Venus gelang es in einem eher schwachen Match nicht, ihre jüngere Schwester ernsthaft in Gefahr zu bringen. Dafür agierte diese in den wichtigen Momenten zu konzentriert, während Venus zu viele Fehler machte.

 

Von der Grundlinie: leichte Vorteile für Serena

Beide Schwestern haben einen sehr ähnlichen Spielstil: sie servieren und returnieren gut. Das führte dazu, dass es nur wenige längere Ballwechsel zu bestaunen gab. In diesen hatte aber meist Serena die Nase vorn, wenngleich nicht extrem eindeutig. Sie war immer wieder eine Spur solider als ihre Schwester, hatte die bessere Länge in den Schlägen und konnte von Venus’ Fehlern profitieren.

Match-Report: Reine Kopfsache

Die Angelegenheit war aber keineswegs klar. Besonders zu Beginn des zweiten Satzes konnte Venus ihre Eigenfehlerquote etwas zurückschrauben, in der Endabrechnung machte sie aber doch mehr Unforced Errors als Winner (25 vs. 21). Bei Serena war diese Quote etwa im gleichen Verhältnis, nur umgekehrt, und das machte schlussendlich den (kleinen) Unterschied.

 

Beim Service: Steigerung von Serena

Dass der Service wichtig sein würde, war im Vornherein klar gewesen. Venus ist eine der wenigen Damen, die ähnlich gut servieren kann wie ihre Schwester. So war es doch eher verwunderlich, dass das Spiel gleich mit vier Breaks in Serie begann. Weil beide mit dem Aufschlag haderten, entwickelte sich eine enge Angelegenheit, aber keine konnte von der Schwäche der anderen richtig profitieren. Beim Stand von 2:2 war es dann Venus, die das erste Mal den Service durchbrachte. Daraufhin wackelte Serena kurz, fast hätte es 4:2 für die Ältere geheissen, aber Serena fing sich noch rechtzeitig, brachte den Service noch durch und holte sich kurz darauf unter gütiger Mithilfe von Venus ihrerseits das Break.

Match-Report: Reine Kopfsache

Im zweiten Satz hatte Venus keine Breakbälle mehr weil Serena besser aufschlug. Dabei fiel auf, dass beide nicht einfach nur hart und flach servierten - wohl, weil sie um die Returnstärke der jeweils anderen wussten und nicht wollten, dass diese das Tempo gleich mitnehmen kann - sondern teilweise eher langsam, dafür platziert. Beide schlugen immer wieder Asse (Venus 7 und Serena 10), aber ihnen unterliefen auch teilweise unerklärliche Doppelfehler.

 

Am Netz: niemand zu Hause

Das Netzspiel ist für beide Damen kein wesentlicher Faktor, höchstens, wenn sie nach einem guten Service direkt vorrücken können. Aus dem Ballwechsel heraus kamen sie nur zum Abvollieren nach vorne. Serena war ganze 7-mal am Netz, Venus auch nur 8-mal

Match-Report: Reine Kopfsache
 

 

Mental: Nervenflattern bei beiden

Entschieden wurde dieses Match vor allem im Kopf. Wie nervös die beiden ins Spiel gestartet waren, lässt sich allein daran ablesen, dass es zu Beginn gleich vier Breaks gab. Beim Stand von 1:1 im ersten Satz rutschte Serena einmal weg und ärgerte sich so sehr darüber, dass sie gleich ihren Schläger zertrümmerte. Die beste Tennisspielerin der letzten Jahre muss unter einer enormen Anspannung gestanden haben. Das Spiel gewann sie, weil sie in den entscheidenden Momenten kühlen Kopf bewahren und sich absetzen konnte - jeweils beim Stand von 3:3 in beiden Sätzen. Bei Venus flatterten dabei hingegen etwas die Nerven und sie beging Fehler. Serena wirkte über das ganze Spiel hindurch nie unantastbar, aber in den wichtigen Augenblicken weniger fehlerhaft.

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