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''Ich hätte im Final auch Federer schlagen können''
Lucas Orellano
Von Lucas Orellano
lucas.orellano@sportal.email
 
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''Ich hätte im Final auch Federer schlagen können''
Der Match war so spektakulär wie hochklassig und am Ende hiess der Sieger Rafael Nadal. Die Rede ist natürlich vom Halbfinal Nadal - Dimitrov an den diesjährigen Australian Open. Wie der Bulgare an einer Pressekonferenz sagte, bereitet ihm die Partie noch immer schlaflose Nächte

Die vielversprechende Affiche hätte allerdings auch schon nach vier Sätzen vorbei sein können. Nadal führte mit 2:1 Sätzen und das Match ging in Satz vier ins Tiebreak. Dimitrov zeigte sich aber konzentriert und holte sich die Kurzentscheidung. Im fünften Satz gab es auf beiden Seiten Breakchancen, aber am Ende setzte sich dennoch Nadal durch. Das hat sein Gegner in diesem Spiel noch immer nicht verdaut. 

Das Match war schmerzhaft.

Zwar gewann er in der Zwischenzeit das ATP Turnier in Sofia und ist auch im gerade laufenden Wettbewerb in Rotterdam gut dabei. Aber wie er an einer Pressekonferenz nach seinem Sieg über Mischa Zverev zugab, lässt ihm das Australian Open keine Ruhe. “Ja, es verfolgt mich manchmal auch in der Nacht. Ich werde nicht lügen, das Match war schmerzhaft. Aber ich habe viel daraus gelernt. Ich habe so oft Replays davon geschaut und mich gefragt, was ich in diesen Situationen sonst hätte tun können”, gab der Bulgare zu Protokoll. 

Grigor, geh schlafen, es ist drei Uhr nachts!

“Manchmal schreibe ich meinem Trainer mitten in der Nacht und sage: ‘Hör mal, ich schaue grad den Match. Denkst du, ich hätte etwas besser machen können?’ - und er dann so: ‘Geh schlafen! Es ist drei Uhr morgens!’' Und ich: ‘Ja, aber ich träume, dass ich die Vorhand inside out spielen kann. Und dann schau ich’s mir am nächsten Morgen an und denke ‘Mist, ich hätte den wirklich inside out spielen können.’” 


''Ich hätte im Final auch Federer schlagen können''
Dimitrov hat sich trotz des Frustes natürlich den Final angeschaut. Es sei ein unglaubliches Match gewesen, vielleicht eines der Matches des Jahrhunderts. Zu sehen, wie wichtig das Spiel für beide nach so vielen Jahren immer noch war, sei emotional gewesen. Und Dimitrov zeigte sich überzeugt, dass er nicht nur den Halbfinal hätte gewinnen können: “Ich denke, dass ich auch Roger hätte schlagen können.”

Anderer Meinung ist Tomas Berdych, der sich erst kürzlich über Federers Leistung beeindruckt zeigte