Live-Ticker
Ergebnisse
Alle
Tennis
vs
Live
Tennis
Kyrgios
Ferrer
vs
Live
Tennis
Kyrgios
Dimitrov
22:00
Schriftgröße: 
Magistraler Federer spielt Nadal diskussionslos an die Wand

Magistraler Federer spielt Nadal diskussionslos an die Wand
Was für ein Match! Roger Federer erreicht in Indian Wells mit einer perfekten Leistung in nur 68 Minuten mit 6:2, 6:3 gegen Rafael Nadal die Viertelfinals. Dort trifft er auf Nick Kyrgios, der Novak Djokovic schlägt. Damit ist jetzt schon klar: Federer ist mindestens die neue Weltnummer 7. Gewinnt er das Turnier, überholt er Nadal und rückt gefährlich nahe an Milos Raonic heran. Und das vor Miami, wo er auch spielen will und wiederum keine Punkte zu verteidigen hat.

Wie eine Nummer 1

Roger Federer macht sich drauf und dran, den völlig unerwarteten und schier unglaublichen Erfolg vom Januar in Australien zu bestätigen. Federer zeigte im Achtelfinal gegen Erzrivale Nadal eine galaktische Leistung. Er spielte noch besser als in Melbourne im dritten Satz des Finals, als er Nadal mit 6:1 entzauberte. Im ersten Satz gelangen Federer fast dreimal mehr Gewinnschläge (15) als unerzwungene Fehler (6) - und das, "obwohl ich noch aggressiver spielte als in Melbourne", wie der Maestro selber sagte.

Man traut es sich fast nicht zu sagen: Aber Federer spielt bereits wieder wie eine Nummer 1. Dabei trauten ihm vor drei Monaten noch nicht einmal die Optimisten zu, nochmals ins Rennen um die Nummer 1 der Welt eingreifen zu können.

 

Magistraler Federer spielt Nadal diskussionslos an die Wand

 

Nadal keineswegs mit einer schlechten Leistung

Federer spielte vor 16'000 Zuschauern Nadal von A bis Z aus, obwohl auch Nadal alles andere als schlecht spielte. Auch der Spanier erspielte sich sich bis Mitte des zweiten Satzes eine positive Bilanz zwischen direkten Winnern und unerzwungenen Fehlern. Erst in der Schlussphase der Partie, als Nadal wegen der drohenden Niederlage gezwungen war, noch mehr Risiken einzugehen, stieg beim Spanier die Fehlerquote noch leicht.

Federer hingegen zeigte eine komplette Leistung. Er traf die Linien sowohl mit dem Aufschlag, der Vorhand, der Backhand und den Flugbällen. Als bestes Beispiel dafür diente am Ende der Matchball. Mit der Rückhand knallte Federer den Ball nach Nadals letztem Aufschlag genau von innen nach aussen geschlagen (inside-out) ins Eck. Nadal staunte kurz und begab sich dann nach vorne ans Netz, um Federer zum Sieg zu gratulieren.

Ich habe noch aggressiver gespielt als in Melbourne

Premiere für Federer: das erste Mal drei Siege in Folge gegen Nadal

Federer und Nadal standen sich erstmals seit der allerersten Direktbegegnung in Key Biscayne vor 13 Jahren an einem Turnier wieder vor den Viertelfinals gegenüber. Und aus dem 36. Duell resultierte eine weitere Premiere: Zum ersten Mal überhaupt gewann Federer dreimal in Folge gegen Nadal, den er zuletzt 2015 im Final der Swiss Indoors und im Januar in Melbourne jeweils im Entscheidungssatz besiegt hat. Nach Siegen verkürzte Federer gegen Nadal, einen seiner Angstgegner, mit 13:23.

Murray und Djokovic enttäuschen abermals - Federer nun gegen Kyrgios

Im zweiten grossen Rendez-vous der Tennissaison steht Roger Federer zum zweiten Mal in den Viertelfinals, derweil Andy Murray und Novak Djokovic, die beiden Dominatoren der letzten Saison, sowohl am Australian Open wie in Indian Wells vor den Viertelfinals scheiterten. Djokovic unterlag in der kalifornischen Oase wie bereits am letzten Turnier in Acapulco nach einem Sieg über Juan Martin Del Potro am darauffolgenden Tag dem Australier Nick Kyrgios. Kyrgios, die Nummer 16 der Welt, trifft am Freitag auf Federer.

Magistraler Federer spielt Nadal diskussionslos an die Wand

 

Kyrgios legte die Basis zum Sieg über Djokovic mit dem Aufschlag, seiner herausragenden Waffe. Dem 21-jährigen Australier gelangen 14 Asse und das Kunststück, dem so starken Rückschläger Djokovic keinen einzigen Breakball zuzugestehen. In den letzten drei Jahren kam Djokovic nur in zwei Einzeln nie zu einer Breakmöglichkeit: 2016 an den Olympischen Spielen gegen Del Potro und nun gegen Kyrgios. Der Australier gab in all seinen Partien in Indian Wells noch kein Aufschlagspiel ab; seit dem Startspiel gewährte er keinem Gegner mehr einen Breakball.

Das bislang einzige Duell mit Kyrgios verlor Federer vor zwei Jahren auf Sand in Madrid mit 7:6 (7:2), 6:7 (5:7), 6:7 (12:14).

Auch Stan Wawrinka war heute im Einsatz. Er bekundete mit dem japanischen Lucky Loser Yoshihito Nishioka unerwartet viel Mühe, setzte sich aber letztlich doch durch - im Tiebreak des 3. Satzes.