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Federer nach Zweisatz-Sieg im Halbfinal

Federer nach Zweisatz-Sieg im Halbfinal
Roger Federer erreicht beim Masters-1000-Turnier in Montreal mit einem 6:4, 6:4-Sieg gegen den Spanier Roberto Bautista Agut die Halbfinals.

Federer zeigte sich gegen die Nummer 16 der Welt deutlich besser als am Donnerstag beim hart und eher mühsam erkämpften Dreisatz-Erfolg gegen Bautista Aguts Landsmann David Ferrer. Obwohl die Bedingungen mit mehr Wind schwieriger waren als am Vortag, fand er von Anfang einen guten Rhythmus und schlug sehr gut auf. Zwar beging er auch diesmal 25 unerzwungene Fehler (bei 24 Winnern), seine Bälle hatten aber wesentlich mehr Zug und bei 26 Netzangriffen gewann er 20 Mal den Punkt.

Die Entscheidung fiel am Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Satzes. Als Federer beim Stand von 4:4 zu seinen ersten Breakbällen kam, half der Spanier mit einem Doppelfehler. Im gesamten ersten Satz gab Federer bei eigenem Service nur gerade drei Punkte ab. Das einzige schwächere Aufschlagspiel leistete sich der Basler im zweiten Durchgang, als er ein erstes Break zum 1:1 gleich wieder preisgab. Der 36-jährige Basler nahm Bautista Agut aber gleich im nächsten Game wieder den Aufschlag ab.

Später musste Federer nochmals zwei Breakbälle abwehren, nach 68 Minuten verwertete er aber seinen ersten Matchball zum nie gefährdeten Sieg.

Im Halbfinale trifft der Maestro auf Robin Haase

Gegner im Halbfinal ist am Samstagabend der überraschende Niederländer Robin Haase. Die bisher einzige Partie gegen die Nummer 52 der Welt gewann Federer vor fünf Jahren im Davis Cup sehr deutlich. Nach der sensationellen Niederlage Rafael Nadals gegen den kanadischen Teenager Denis Shapovalov, die Nummer 143 der Welt, ist damit die Türe zur Nummer 1 für Federer weit geöffnet. Wenn er das Turnier in Montreal gewinnen sollte, würde er bis auf zehn Punkte zu Nadal aufschliessen. An der Spitze der Weltrangliste wird am Montag noch einmal Andy Murray stehen, der Schotte, der nach Montreal auch in Cincinnati wegen einer Hüftverletzung fehlt, wird aber die Nummer 1 auf jeden Fall abgeben müssen, da ihm die 600 Punkte vom letztjährigen Final aus der Wertung fallen.

Weil auch Nadal 90 Zähler verliert, würde Federer als virtueller Leader ins Turnier in Cincinnati starten, das er bereits sieben Mal gewonnen hat. Er müsste einfach mindestens gleich weit kommen wie Nadal, um am 21. August die älteste Nummer 1 der Geschichte zu werden. Der Spanier sprach denn auch nach seiner Schlappe gegen Shapovalov im Tiebreak des dritten Satzes von der "schlimmsten Niederlage in diesem Jahr", weil er eine grosse Chance verpasst habe.