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Unterschiedlich schwierige Gegner für die Nationalteams

Unterschiedlich schwierige Gegner für die Nationalteams
Die Schweizer Tennis-Nationalmannschaften bekommen für das kommende Jahr unterschiedlich schwierige Gegner zugelost. Das Davis-Cup-Team trifft auf Kasachstan, die Fed-Cup-Equipe auf Tschechien.

Das Schweizer Davis-Cup-Team bekundete nicht zum ersten Mal in letzter Zeit Losglück. Die Mannschaft von Severin Lüthi erhielt für den Achtelfinal vom 2. bis 4. Februar eines der schwächeren Teams zugelost, muss die Partie allerdings auswärts bestreiten. Es ist nicht damit zu rechnen, dass Roger Federer und/oder Stan Wawrinka dann dabei sein werden.

Die besten zwei Spieler von Kasachstan sind Michail Kukuschkin (ATP 78) und Alexander Bublik (ATP 96). Die Schweiz hat mit den Asiaten unterschiedliche Erfahrungen gemacht. 2010 ging das Playoff-Duell in Astana trotz der Teilnahme von Wawrinka mit 0:5 verloren. 2014 gab es im Viertelfinal in Genf einen 3:2-Erfolg, einige Monate später kürte sich die Schweiz zum Davis-Cup-Sieger.

Was darf die Schweiz erwarten?

Für das Schweizer Fed-Cup-Team hätte es derweil kaum schlimmer kommen können. Das Team von Heinz Günthardt trifft am 10. und 11. Februar auf den Dominator der letzten Jahre. Tschechien gewann in den letzten sieben Jahren den Wettbewerb fünfmal. 2016 führte der Sieg auch über einen Halbfinal-Erfolg gegen die Schweiz in Luzern (3:2). Die Schweizerinnen haben Tschechien in sieben Duellen nur einmal bezwungen: 1998 in der 1. Runde, als Martina Hingis und Patty Schnyder das Team bis in den gegen Spanien verlorenen Final führten.

Wie gross die Chancen des Schweizer Teams im kommenden Februar sein werden, wird nicht zuletzt vom Formstand der eigenen Spielerinnen abhängen. Timea Bacsinszky kuriert wohl noch bis Saisonende ihre Handgelenkverletzung aus, Viktorija Golubic befindet sich seit Anfang Jahr im Formtief, und Belinda Bencic hat nach mehrmonatiger Absenz soeben ihr Comeback lanciert. Tschechien hat hingegen ein fast unerschöpfliches Reservoir an Topspielerinnen. Derzeit sind sechs Tschechinnen in den Top 50 der Weltrangliste vertreten, unter ihnen Karolina Pliskova (WTA 4) und Petra Kvitova (WTA 13).

Davis Cup 2018. Achtelfinal (2. bis 4. Februar). Weltgruppe: Frankreich (1) - Niederlande, Japan - Italien (8), Spanien - Grossbritannien (3), Australien (6) - Deutschland; Kasachstan - SCHWEIZ (5), Kroatien (4) - Kanada, Serbien (7) - USA, Ungarn - Belgien (2).

Viertelfinals vom 6. bis 8. April, Halbfinals und Abstiegs-Playoffs vom 14. bis 16. September, Final vom 23. bis 25. November.

Fed Cup 2018. Viertelfinals (10. und 11. Februar). Weltgruppe I: Weissrussland (1) - Deutschland, Tschechien (3) - SCHWEIZ; Frankreich (4) - Belgien, Niederlande - USA (2).

Weltgruppe II: Slowakei - Russland (1), Italien (2) - Spanien, Australien - Ukraine (3), Rumänien (4) - Kanada.

Halbfinals und Playoffs am 22. und 23. April, Final am 10. und 11. November.