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Federer müht sich zum Sieg

Federer müht sich zum Sieg

In seiner 17. Teilnahme an den Swiss Indoors in Basel steht Roger Federer zum 14. Mal in den Halbfinals. Er besiegt den Franzosen Adrian Mannarino, die Nummer 28 der Weltrangliste, 4:6, 6:1, 6:3.

Für einmal hatten die 9200 Zuschauer in der St. Jakobshalle mit ihrem Liebling zu leiden. Nachdem bereits Juan Martin Del Potro, der Sieger von 2012 und 2013, und Titelverteidiger Marin Cilic drei Sätze gebraucht hatten, um in die Halbfinals einzuziehen, tat es ihnen der Schweizer Lokalmatador gleich. Nach 1:43 Stunden Spielzeit war Federers 14. Halbfinal-Einzug bei der 17. Teilnahme an seinem Heimturnier aber doch noch Tatsache. Dort trifft er auf den Sieger der Partie zwischen David Goffin und Jack Sock.

Die Entscheidung war Mitte des dritten Satzes gefallen, als Federer beim Stand von 2:3 und eigenem Service mit einer mirakulösen Rückhand den zweiten Breakball Mannarinos in Folge abwehren konnte und bei nächster Gelegenheit seinerseits den Servicedurchbruch schaffte - erneut mit einem Rückhandwinner. Danach war der Bann endgültig gebrochen, obwohl der stark aufspielende französische Linkshänder sich bis zum Schluss gegen die Niederlage wehrte.

Erst um 20.50 Uhr hatte Federer den Platz im Scheinwerferlicht der St. Jakobshalle betreten. Noch stürmischer als vor den beiden Partien gegen Frances Tiafoe und gegen Benoît Paire war er von seinen Fans begrüsst worden. Es schien, als wollte niemand auch nur eine Minute der Federer-Show verpassen, die bei den ersten beiden Auftritten jeweils nur eine Stunde gedauert hatte.

Nach einer halbe Stunde rieben sich die Zuschauer aber verwundert die Augen. Nicht wegen Federers Zauberschlägen, sondern wegen den ungewohnt vielen Fehlern, die dem 36-Jährigen unterlaufen waren. Der Baselbieter kam in seinem Stadion für einmal überhaupt nicht auf Touren. Nach 16 nicht erzwungenen Fehlern und nur vier gewonnenen Punkten als Rückschläger war der erste Satzverlust Federers an den diesjährigen Swiss Indoors Tatsache; gegen einen Gegner, gegen den er zuvor in vier Partien bei 10:0 gewonnenen Sätzen nur 23 Games abgegeben hatte.

Federer machte keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit und stiess gelegentlich einige Fluchwörter aus. Wie so oft schaffte er es aber, den Schalter umzulegen und sich dem Spiel seines Gegners anzupassen - mit Erfolg.