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''Ich kam mit den Bedingungen einfach nicht zurecht''

''Ich kam mit den Bedingungen einfach nicht zurecht''
Roger Federer ärgert sich nach dem frühen Scheitern in Miami primär über sich selbst und weniger über den Verlust der Nummer 1 in der Weltrangliste. "Es liegt viel Arbeit vor mir", sagt er.

Roger Federer, es ist fast vier Jahre her, seit Sie letztmals zwei Spiele in Folge verloren haben. Sehen Sie Parallelen zwischen der Finalniederlage gegen Juan Martin Del Potro vor einer Woche und jener gegen Thanasi Kokkinakis in der 2. Runde von Miami?

"Das '7:6' im dritten Satz. Ansonsten: nein."

Was empfinden Sie nach dem frühen Aus in Miami?

"Ich bin natürlich enttäuscht, vor allem von mir selber. Die Niederlage fühlt sich anders an als jene vor einer Woche, als ich gut spielte, aber gegen einen Besseren verlor. Diesmal war es mühsam, ich kam nie richtig auf Touren. Auch der erste Satz war nicht grossartig. Ich dachte, es liegt daran, dass ich mich an die Bedingungen gewöhnen musste, doch es besserte nicht. Ich kam mit den Bedingungen einfach nicht zurecht."

Hinzu kam eine Schwächephase um Spielmitte.

"Anfang des zweiten Satzes hatte ich 10, 15 schlechte Minuten, die mich den Satz und vielleicht auch den Match kosteten. Mir eröffneten sich immer wieder Chancen, doch ich konnte diese nicht nutzen. Darum bin ich auch enttäuscht. Es wäre viel mehr dringelegen. Jetzt brauche ich eine Pause und Training. Mein Tennis war schon letzte Woche nicht perfekt, darum liegt viel Arbeit vor mir."

Gab es ein körperliches Problem?

"Nein, der Körper ist okay. Auch mental bin ich in Ordnung. Es ist doch klar, dass ich während dem Spiel keine Freudensprünge mache, wenn es mir nicht läuft. Ich spürte den Ball nicht, antizipierte schlecht, und auch die Beinarbeit war auch nicht gut, was wohl auch mit der Unsicherheit zu tun hatte."

Wann fiel der Entscheid, auf die Sandsaison zu verzichten?

"Letzte Woche. Wir besprachen uns im Team und waren uns schnell einig. Wir hatten alle das Gefühl, dass es besser ist, den Körper zu schonen und auf den zusätzlichen Belagwechsel zu verzichten. Schliesslich wollen wir alle so lange wie möglich weitermachen."

Die Weltrangliste spielte beim Entscheid keine Rolle?

"Die Weltrangliste ist egal, zu diesem Zeitpunkt völlig unwichtig. Wichtig war diesbezüglich, in Rotterdam zu spielen, wodurch ich wieder die Nummer 1 werden konnte. Aber jetzt zählt anderes. Ich will weitere Grand-Slam- und Masters-Turniere gewinnen. Um für die zweite Saisonhälfte gerüstet zu sein, brauche ich eine Pause und einen grossen Trainingsblock."