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Nadal löst Federer ab - aber wohl nur vorübergehend

Nadal löst Federer ab - aber wohl nur vorübergehend
Der ATP-Computer zeigt Schwarz auf Weiss, was seit dem Aus in Miami gegen Thanasi Kokkinakis klar war: Der aktuell beste Tennisspieler der Welt heisst nicht mehr Roger Federer, sondern Rafael Nadal.

Sechs Wochen, nachdem ihn sein Turniersieg in Rotterdam wieder auf den Thron gebracht hatte, musste Federer den Platz an der Sonne wieder räumen, obwohl Nadal die Turniere in Indian Wells und Miami wegen seiner Oberschenkelverletzung verpasste.

In den nächsten Monaten könnte es genau umgekehrt gehen. Federer kehrt erst auf die Rasensaison Mitte Juni in Stuttgart auf die Tour zurück - und dennoch sind seine Chancen, seinen Rekord von 308 Wochen als Nummer 1 weiter auszubauen, hervorragend. Bis und mit dem French Open muss Nadal 4680 seiner aktuell 8770 Punkte ersetzen. Das sind Turniersiege in Paris (2000 Punkte) Monte Carlo, Madrid (je 1000) und Barcelona (500) sowie der Viertelfinal in Rom (180). Ausser in der italienischen Hauptstadt (13. bis 20. Mai) kann er sein Konto also nicht mehr häufnen. Der Abstand zu Federer beträgt aber nur 100 Punkte. Anders gesagt: Gewinnt der Spanier in Monte Carlo, Barcelona oder Madrid nicht, ist Federer in der folgenden Woche wieder an der Spitze.

Von hinten droht vorerst kein Gefahr. Die ersten Verfolger Marin Cilic, Alexander Zverev und Grigor Dimitrov schwächelten zuletzt alle und weisen 3600 und mehr Punkte Rückstand auf Federer auf. Mittelfristig dürfte die aktuelle Nummer 6, Juan Martin Del Potro, der heisseste Kandidat sein, um das Duo Nadal/Federer an der Spitze abzulösen.

Den grössten Sprung im aktuellen Ranking machte John Isner. Der auch bereits 32-jährige Amerikaner verbesserte sich dank seinem grössten Erfolg in Miami um acht Plätze auf Rang 9.