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Die Hoffnung auf die grosse Wende

Die Hoffnung auf die grosse Wende
Nach nur einem Jahr in Biel findet das Ladies Open in der nächsten Woche neu in Lugano statt. Ein Neuanfang soll es nicht nur für das Frauenturnier, sondern auch für die Schweizer Spielerinnen sein.

Bisher nicht die Saison der Schweizerinnen

Erfolgsmeldungen der Schweizer Tennisfrauen waren in dieser Saison bisher äusserst rar. Gerade mal sieben Matches haben die vor ein paar Jahren so überzeugenden Swiss Girls bei WTA-Turnieren gewonnen. Vier gehen dank der Finalqualifikation in Acapulco auf das Konto von Stefanie Vögele, zwei gewann die aktuell nach einem Ermüdungsbruch im rechten Fuss verletzte Belinda Bencic und einen holte Jil Teichmann. Gar noch gänzlich ohne Erfolgserlebnis in einem WTA-Hauptfeld sind die noch immer am Handgelenk angeschlagene Timea Bacsinszky und Viktorija Golubic.

Zumindest Golubic (WTA 108) hofft im Tessin nun auf die grosse Wende - und mit gutem Grund, nicht zuletzt, weil das Turnier nach dem Wechsel von Biel nach Lugano neu auf Sand stattfindet. Sie ist beim für einen Event der 250'000-Dollar-Kategorie beachtlich besetzten Turnier in Abwesenheit von Bacsinszky und Bencic das Schweizer Aushängeschild. Sie konnte ihren Durchbruch aus dem Jahr 2016 bis jetzt nicht richtig bestätigen. Ihre besten Leistungen zeigte die 25-jährige Zürcherin aber regelmässig in der Schweiz - zum Beispiel im Fedcup-Halbfinal in Luzern gegen Tschechien oder beim sensationellen Turniersieg bei der Premiere der WTA in Gstaad.

Dank verschiedener Absagen kam Golubic direkt ins Hauptfeld, sodass ihre Wildcard an Stefanie Vögele (WTA 124) ging. Die derzeit formstärkste Schweizerin kommt so um die Teilnahme an der Qualifikation herum. Sand ist allerdings nicht die bevorzugte Unterlage der Aargauerin. Komplettiert wird das Schweizer Trio im Hauptfeld durch die 20-jährige Bielerin Jil Teichmann (WTA 137), die wie Vögele von einer Wildcard profitiert. Sie hatte weniger Losglück und startet gegen die als Nummer 6 gesetzte Französin Alizé Cornet. Golubic und Vögele bekommen es in der 1. Runde mit Qualifikantinnen zu tun.

Die Hoffnung auf die grosse Wende
Hoffnung auf besseres Abschneiden als in Biel

Erfolgreiche Schweizerinnen wären wichtig, um den Event in Lugano zu etablieren. Vor einem Jahr in Biel passte diesbezüglich wenig zusammen. Einzig Golubic gewann eine Runde, ab den Viertelfinals waren keine Vertreterin von Swiss Tennis mehr vertreten.

Auch in Lugano, wo bereits von 1981 bis 1986 ein WTA-Turnier mit illustren Siegerinnen wie Chris Evert (zweimal) oder Manuela Maleeva stattfand, ist die Konkurrenz stark. Mit der Französin Kristina Mladenovic und der belgischen Australian-Open-Halbfinalistin Elise Mertens stehen zwei Top-20-Spielerinnen am Start. Dazu kommt mit der 32-jährigen Russin Swetlana Kusnezowa (WTA 29) die US-Open-Gewinnerin von 2004 und Roland-Garros-Championne von 2009.

Das Schweizer Fernsehen SRF wird von Dienstag bis Freitag jeweils das Spiel des Tages um 17.30 Uhr sowie die beiden Halbfinalpartien am Samstag und den Final am Sonntag live übertragen.