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Dimitrov tritt in London die Nachfolge von Andy Murray an

Grigor Dimitrov gewinnt in London als erster Bulgare die ATP Finals. Der 26-Jährige setzt sich im Final in zweieinhalb Stunden 7:5, 4:6, 6:3 gegen Federer-Bezwinger David Goffin durch.

Dimitrov startete schlecht in den Final und verlor gleich seine ersten beiden Aufschlagspiele. Mit dem zweiten Break zum 4:4 war er aber wieder im Geschäft. Am Ende wurde der Satz erst recht dramatisch. Beim Stand von 5:6 wehrte Goffin vier Satzbälle auf teils brillante Art ab, vergab selber einen Ball zum Tiebreak mit einem Doppelfehler und verlor schliesslich seinen Aufschlag dennoch.

Auch gegen Federer hatte Goffin den ersten Satz verloren und sich zurückgekämpft. Das gelang dem nur 1,80 m grossen Belgier auch gegen Dimitrov. Er ging deutlich mehr Risiken ein als der Bulgare und wurde dafür im zweiten Satz belohnt. Goffin schaffte zum 4:3 das einzige Break und sorgte damit für einen dritten Satz.

Auch im entscheidenden dritten Durchgang reichte ein verlorenes Aufschlagspiel zur Entscheidung. Nachdem er selber bei 1:1 zwei Chancen Goffins abgewehrt hatte, war es Dimitrov, der zum 4:2 zuschlug. Danach brauchte er allerdings fünf Matchbälle - drei bei 5:2 und zwei weitere bei 5:3 - ehe er den grössten Erfolg seiner Karriere klar machte.

Dimitrov gewann in London sämtliche fünf Spiele, sicherte sich ein Preisgeld von 2,549 Millionen Dollar und wird sich am Montag von Platz 6 auf 3 der Weltrangliste verbessern. Der zuvor grösste Erfolg für den Bulgaren war der Turniersieg in diesem Sommer beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati.

Goffin war der erste Belgier, der in einem Final am Saisonendturnier stand und schlug auf dem Weg dorthin Rafael Nadal und Roger Federer. Für ihn ist die Saison noch nicht zu Ende. Mit Belgien trifft er im Davis-Cup-Final am nächsten Wochenende auswärts auf Frankreich.

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