ATP Monte Carlo Masters Monte Carlo
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arg
D. Schwartzman
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esp
R. Nadal
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Court Rainier III | Viertelfinale
Ende
D. Schwartzman
Ranking:
41
Geburtsd.:
16.08.1992
Größe:
1.70 m
Gewicht:
64 kg
Bilanz:
17-16
Preisgeld:
US$ 1.813.283
R. Nadal
Ranking:
4
Geburtsd.:
03.06.1986
Größe:
1.85 m
Gewicht:
85 kg
Bilanz:
42-6
Preisgeld:
US$ 83.573.172
Letzte Aktualisierung: 21:04:22
Refresh:
Schwartzman
Nadal
Abschied
 
Das war's nun aber für heute von der traumhaft schönen Cote d'Azur! Wir hoffen, Sie hatten ähnlich viel Spass wie wir und würden uns freuen, Sie schon bald wieder bei uns begrüssen zu dürfen - im besten Fall natürlich schon morgen, wenn wir uns von den beiden Halbfinalpartien wieder bei Ihnen melden. Bis dahin sagt Oliver Stein nun aber Tschüss, wünscht allen Lesern einen angenehmes Wochenende und freut sich auf das nächste Mal - Merci, au revoir et bientot au Monte-Carlo!
Ausblick
 
Während es für Schwartzman nun also weiter zum nächsten Turnier in Barcelona geht, darf sich Nadal schon mal auf morgen freuen: Denn da wird er im Halbfinale mit David Goffin den nächsten Sandplatzwühler treffen - der heute immerhin Novak Djokovic aus dem Turnier befördern konnte.
Fazit
 
Einen Glückwunsch muss man nach diesem Zweisätzer wohl beiden Akteuren aussprechen. Rafa Nadal, weil er mit viel Nervenstärke und phasenweise tollem Tennis einmal mehr unter Beweis stellen konnte, dass das hier SEIN Zuhause ist. Und Diego Schwartzman, weil er exzellente Gegenwehr geleistet hat, in den entscheidenden Momenten wohl nur an seiner Unerfahrenheit gescheitert ist und auf lange Sicht (zumindest auf Sand) in die Weltspitze vordringen können sollte.
4:6, 4:6
Und das war's - mit einer Vorhand longline und seinem zweiten Break zu Null in Serie sichert sich Rafa Nadal nach knapp 100 Minuten Spielzeit den Halbfinaleinzug!
4:6, 4:5
 
Wohl eher nicht: Mit viel Druck auf Schwartzmans Rückhand erspielt sich Rafa Nadal in seinem Wohnzimmer drei Matchbälle.
4:6, 4:5
 
Bahnt sich da das Ende an? Nadal geht einem guten Angriffsball hinterher und schliesst den Ballwechsel mit dem Volleystopp zum 0:30 ab. Kann Schwartzman sich da nochmal ausbuddeln?
4:6, 4:5
 
Nadal profitiert von einem Ball, der auf Schwartzmans Rückhand einfach nicht mehr hochspringt. 0:15!
4:6, 4:5
 
Jepsa, so macht man das. Mit seinem achten Punkt in Serie macht Nadal sein Aufschlagspiel zu Null dingfest und legt zum 5:4 vor - was Schwartzman nun natürlich einem gehörigen Druck aussetzt.
4:6, 4:4
 
Schwartzman lässt im Halbfeld eine grosse Chance mit der Vorhand liegen und schenkt Nadal das 15:0. Welches der Spanier dann mit viel Geduld in das 30:0 verwandeln kann ...
4:6, 4:4
 
Keine grosse Überraschung, dass sich der plötzlich wie von der Tarantel gestochen agierende Nadal das Break zu Null sichert. Vamos!
4:6, 4:3
 
Wahnsinn! Schwartzman dominiert den Ballwechsel komplett, setzt dann zum wuchtigen Vorhandschuss aus dem Halbfeld an - und bekommt Nadals Antwort mit der Rückhand longline um die Ohren. Drei Breakchancen für den Mallorquiner!
4:6, 4:3
 
Den besseren Start erwischt aber Nadal, der mit dem Return auf die Füsse von Schwartzman zum 0:15 kommt. Und weil dem Argentinier dann auch noch eine Vorhand abrutscht, kann der Spanier sogar auf 0:30 stellen!
4:6, 4:3
 
Das reicht dann am Ende auch für den Spielgewinn - doch Schwartzman hat natürlich nach wie vor ein Break Vorsprung und wird das gleich auch mit allen Mitteln verteidigen wollen.
4:6, 4:2
 
Kein Problem für Schwartzman, der dank eines starken Returns gleich wieder Druck aufbauen kann und so zum 30:30 kommt. Doch Nadal behält die Nerven und stellt im Crossduell mit der Vorhand auf 40:30.
4:6, 4:2
 
Immerhin unterbricht Schwartzman seine Serie von elf Punkten in Reihe mit einer zu langen Rückhand, die Nadal bei eigenem Aufschlag das 15;15 einbringt. Und das scheint ihm Mut gemacht zu haben, denn der Vorhandwinner Inside-Out zum 30:15 ist dann natürlich wunderschön gespielt ...
4:6, 4:2
 
Zu Null kann Schwartzman dann auf 4:2 stellen, während Rafa Nadal die Schultern hängen lässt und einen extrem ratlosen Eindruck macht.
4:6, 3:2
 
So richtig erklären kann man Nadals Einbruch nicht. Schwartzmann kann es aber auch egal sein. Hauptsache, die Punkte gehen weiter an ihn - mittlerweile hat der Argentinier die letzten acht Punkte in Serie gewonnen.
4:6, 3:2
 
Nadal ist von der Rolle, Schwartzman erkennt das und spielt den Spanier mit irren Winkeln schwindelig - das dritte Spiel beziehungsweise das zweite Break in Reihe sind hochverdient.
4:6, 2:2
 
Und daraus resultieren dann plötzlich drei Breakchancen für Diego Schwartzman. Das gibt es doch nicht!
4:6, 2:2
 
Perfektes Tennis von Schwartzman, der Nadal in eine Ecke schickt, um ihn anschliessend in die andere auszuspielen. Eine gute Vorhand cross bringt dem Argentinier dann sogar das 0:30 ...
4:6, 2:2
 
Schön gefightet von Nadal, aber am Ende rutscht dem Spanier eine Vorhand aus - 2:2, alles in der Reihe in Satz zwei!
4:6, 1:2
 
Und weiter gehen die Diskussionen. Diesmal unterbricht Schwartzman einen Ballwechsel mittendrin, bekommt aber auch Recht und hat einen Spielball.
4:6, 1:2
 
Schwartzmans Versuche, die Ballwechsel kurz zu halten, misslingen leider überwiegend. Selbst die Challenge bringt nichts, auch Umpire Dumusois hat den Ball im Aus gesehen und gibt das 30:30 ...
4:6, 1:2
 
Wie schon im ersten Durchgang gibt es auch in Satz zwei das frühe Break - und das sofortige Re-Break. Stark von Diego Schwartzman!
4:6, 0:2
 
Nanu? Plötzlich wackelt der Spanier, legt eine einfache Rückhand aus dem Halbfeld ins Netz und sieht sich dem 15:30 gegenüber. Und das baut Schwartzman dann mit einem erlaufenen Stopp sogar in das 15:40 und zwei Breakbälle aus!
4:6, 0:2
 
Auch das passiert einem Nadal mal: Per Doppelfehler schenkt er den Punkt zum 15:15 ab.
4:6, 0:2
 
Und diese Breakchance lässt sich Nadal dann nicht mehr nehmen: Mit viel Druck auf die Rückhand des Argentiniers geht es zum 2:0 für den Spanier.
4:6, 0:1
 
Wahnsinn. Rafa Nadal ein alter Mann? Mitnichten! Schwartzman spielt die perfekte Vorhand cross aus dem Halbfeld, aber Nadal läuft und läuft - und spitzelt den Ball am Netzpfosten vorbei hinten rechts ins Eck. Wahnsinn!
4:6, 0:1
 
Alles wie gehabt: Schwartzman stellt mit der Vorhand auf Vorteil, Nadal wehrt diesen mit einem wunderbaren Stopp ab. Einstand, die Zweite!
4:6, 0:1
 
Und auch den dritten Spielball kann Nadal abwehren, indem er Schwartzman auf dessen Rückhand zum Fehler zwingt. Einstand!
4:6, 0:1
 
Nadal kann dann aber zwei Mal verkürzen, weil Schwartzmann weiterhin allergrösste Probleme mit seinem ersten Aufschlag (nur 42 Prozent im Feld) hat. Bleibt also noch ein Spielball für den Argentinier ...
4:6, 0:1
 
Schwartzman schickt sich an, seinen Aufschlag ganz souverän zu halten. Ein Aufschlagwinner, ein schöner Passierball mit der Rückhand cross und ein Volleywinner führen zum 40:0.
4:6, 0:1
 
Spielball Nummer drei kann der Spanier dann aber mit einem guten Ersten nutzen - alles in der Reihe in Satz zwei.
4:6, 0:0
 
Folglich kann sich Nadal dann auch schnell drei Spielbälle erspielen - aber die ersten beiden kann Schwartzman dann per Challenge beziehungsweise mit einem Lob abwehren.
4:6, 0:0
 
Und der Spanier tritt jetzt auch verstärkt auf das Gaspedal. Sobald Schwartzman zu kurz oder zu langsam wird, ist Nadal mit einem Vorhandschuss zur Stelle.
4:6, 0:0
 
Weiter geht's, Rafa Nadal eröffnet den zweiten Satz nach dem Break eben mit eigenem Aufschlag.
Fazit
 
Nach 53 Minuten nimmt Satz eins das erwartete Ende - wobei Diego Schwartzman im Verlauf des Durchgangs diverse gute Möglichkeiten hatte, das Ende anders zu gestalten. Hoffen wir einfach mal, dass das Niveau ähnlich hoch bleibt und der Argentinier weiterhin so mutig agiert - dann dürfte zumindest der Unterhaltungsaspekt nicht zu kurz kommen.
4:6
Nadal returniert auf Sicherheit, Schwartzman will aber zu schnell zu viel und spielt die Rückhand cross viel zu lang - was dem Spanier den ersten Satz einbringt.
4:5
 
Der nächste Vorhandfehler von Schwartzman ist dann schon die halbe Miete: Satzball Nummer eins für Rafa Nadal!
4:5
 
Man darf die Rechnung aber eben nie ohne Rafa Nadal machen: Der gleicht mit einem guten Vorhandreturn nämlich zum Einstand aus und hat so nach wie vor Chancen auf den vorzeitigen Satzgewinn ....
4:5
 
Und genau so geht es weiter - nach 28 Schlägen zieht Schwartzman das Tempo urplötzlich an und punktet mit der langen Vorhand Inside-Out. Spielball für den Argentinier!
4:5
 
Genial von Schwartzman, der Nadal in einer Platzecke festnagelt und dann in die andere ausspielt. Unabhängig vom Scoreboard ist das hier ein ganz schön reifer Auftritt des Argentiniers!
4:5
 
Eigentlich macht Schwartzman bei seinem Netzangriff alles richtig, aber Nadal hat die perfekte Antwort parat und passiert den Argentinier mit der Vorhand cross. 15:30!
4:5
 
Das ist natürlich ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um seinen ersten Aufschlag zu verlieren. Zunächst kann Nadal nämlich einen zweiten abschiessen, dann kann Schwartzman aber immerhin mit viel Mühe zum 15:15 ausgleichen ...
4:5
 
Es war ein Kraftakt: Mit einem Ass nimmt Nadal das Aufschlagspiel nach satten neun Minuten mit und legt zum 5:4 vor.
4:4
 
Kann man machen, muss man aber nicht: Nadal verspielt die Chance auf den Spielgewinn mit einem völlig verunglückten Stoppversuch, der im Netz landet. Worauf dann aber sofort wieder ein Aufschlagwinner zum Vorteil folgt ...
4:4
 
Kein Problem für Schwartzman, der mit der Rückhand Inside-In gegen Nadals Laufrichtung wieder zum Einstand findet - aber Nadal profitiert dann von einer viel zu langen Vorhand des Argentiniers und hat gleich den nächsten Spielball.
4:4
 
Aber dann greift Nadal doch mal wieder zum Vorwärtsgang und stellt mit einem gefühlvollen Vorhandvolley auf Einstand. Bevor er dann wieder mit roher Gewalt und einem Servicewinner zum Vorteil kommt.
4:4
 
Aus leicht wird schwer: Mit einer Energieleistung vom feinsten erarbeitet sich Schwartzman den dritten Punkt in Serie und damit eine weitere Breakchance!
4:4
 
Prompt verzieht der Spanier erst eine Vor- und dann eine Rückhand ohne Not - und sieht sich bei 30:30 schon wieder leichten Problemen gegenüber.
4:4
 
Nadal ballert sich erstmal den Frust von der Seele und kommt so zu leichten Punkten. Durchgehend so hohes Risiko zu gehen ist allerdings weniger ratsam ...
4:4
 
Zu Null kann Diego Schwartzman sein Service dann auch durchbringen und damit zum 4:4 ausgleichen. Und schon ist Durchgang eins doch wieder eine richtig spannende Angelegenheit!
3:4
 
Einen Vorhandwinner von Schwartzman und einen missratenen Stopp von Nadal später hat der Argentinier dann auch prompt drei Spielbälle.
3:4
 
Und jetzt wird Schwartzman sogar richtig frech: Stopp-Lob vom Argentinier, der hier richtig erfrischend auftritt.
3:4
 
Soviel zur Vorentscheidung in diesem ersten Satz: Mit einem Vorhandwinner aus dem Halbfeld holt sich Schwartzman das Break zurück und stellt auf 3:4. Nicht schlecht vom Argentinier!
2:4
 
Kein Problem für Rafa Nadal, der mit einem entschlossenen Netzangriff auf Einstand stellt. Aber Schwartzman packt die Rückhandpeitsche aus und erspielt sich longline den zweiten Breakball!
2:4
 
Jetzt aber vielleicht - Schwartzman lässt sich von Nadal zwar in die Defensive drängen, kontert dann aber mit der Vorhand cross und erzwingt den Rückhandfehler bei Nadal. 30:40, Breakchance für den Argentinier!
2:4
 
Zunächst mal nicht, weil Schwartzman einen Stoppversuch reichlich optimistisch beginnt und dann im Netz enden lässt. 30:30!
2:4
 
Oha! Plötzlich dreht Schwartzman auf, kann Nadal zwei Mal herrlich ausspielen und zum 15:30 punkten. Droht dem Spanier da doch wieder Ungemach?
2:4
 
Weiter geht die Nadal-Show: Bei eigenem Aufschlag punktet der Spanier nach Belieben, in diesem Fall mit einem wunderschönen Rückhandvolley gegen die Laufrichtung seines Gegenübers.
2:4
 
Einen Spielball kann Nadal abwehren, den zweiten nutzt Schwartzman dann aber mit einer schönen Vorhand cross - das Break Rückstand bleibt ihm aber natürlich auch bei 2:4 erhalten.
1:4
 
Zumindest scheint sich Schwartzman aber bei eigenem Service gefangen zu haben. Zwei Servicewinner sorgen für ein entspanntes 40:0.
1:4
 
Und auch die schnelle Bestätigung des eben errungenen Breaks ist keine solche. Denn wo Schwartzman den Kopf schon ein wenig hängen lässt, geht Nadal jedem Ball entgegen, macht durchweg Druck und spielt sein Spiel - Satz eins sollte für den Spanier eigentlich nur noch eine Formsache sein.
1:3
 
Das wird es aber vermutlich nicht, wenn man sich Nadal so anschaut. Wie schon bei den letzten Turnieren zu beobachten war, hat der Spanier an seinem Service gearbeitet und es stark verbessert - das schnelle 30:0 dank zweier Servicewinner ist definitiv keine grosse Überraschung.
1:3
 
Vier Aufschlagspiele gab es bisher - und dabei drei Breaks. Wenn das in diesem Schnitt weitergeht, steht uns eine kuriose Partie bevor ...
1:3
 
Doch die nächste folgt sogleich, weil der Spanier Schwartzmans Netzangriff mit einem tollen Passierball mit der Rückhand cross vereitelt. Und weil sich der Argentinier dann gleich noch einen Fehler leistet, kann Nadal umgehend das nächste Break verbuchen.
1:2
 
Nadal hingegen nimmt auch gern die unspektakulären Punkte mit, ein Vorhandfehler von Schwartzman beschert ihm bei 30:40 die nächste Breakchance. Die er aber nicht nutzen kann, weil ihm eine Vorhand komplett abrutscht.
1:2
 
Das Publikum steht Kopf, weil es plötzlich Sandplatztennis auf allerhöchstem Niveau angeboten bekommt - mehr Spin und Winkel gehen nicht, am Ende punktet Schwartzman zum 30:30.
1:2
 
Aber vielleicht findet ja auch der Argentinier wieder ganz schnell in seinen Rhythmus. Momentan passt das mit der Länge alles noch nicht ganz so gut ... was Nadal aus dem Halbfeld prompt zum 15:30 ausnutzt.
1:2
 
Und das ist allein deshalb schon ungünstig, weil Nadal hier wild entschlossen wirkt und immer mehr Gas gibt. Das nächste 0:15 lässt Böses erahnen ...
1:2
 
Und genau so - zu Null - tütet Nadal dann auch den Spielgewinn zur 2:1-Führung ein. Vom starken Beginn ist bei Schwartzman nicht mehr viel zu sehen - und das schon zehn Minuten später ...
1:1
 
Offensichtlich musste der Spanier nur schnell zu seinem Rhythmus finden. denn mittlerweile dominiert er die Ballwechsel nach Belieben und stellt Schwartzman in jedem Ballwechsel vor schwer lösbare Aufgaben. 40:0!
1:1
 
Man glaubt es kaum: Rafa Nadal kann mit einem Vorhandwinner bei eigenem Aufschlag zum 15:0 vorlegen. Dementsprechend begeistert reagiert das Publikum ...
1:1
 
Bei der ersten Breakchance klappt das mit dem Re-Break noch nicht, mit der zweiten dafür umso besser - Nadal gleicht zum 1:1 aus, alles wieder in der Reihe in Satz eins!
1:0
 
Skurriler Beginn in Monaco: Nach dem nächsten leichten Fehler von Schwartzman hat Nadal drei Möglichkeiten, sich das Break sofort wieder zurück zu holen.
1:0
 
Weiter geht die Dominanz der Returnspieler: Auch Nadal beginnt mit einem 0:30!
1:0
 
Das nennt man dann wohl ein Ausrufezeichen: Schwartzman sichert sich das Break zum 1:0 zu Null - Nadal wartet also weiterhin auf seinen ersten Punktgewinn in diesem Viertelfinale.
0:0
 
Und weil Nadal dann mit einem leichten Vorhandfehler nachhilft, hat Schwartzman plötzlich die ersten drei Breakchancen.
0:0
 
Nanu? Der Argentinier ist offenbar auf einen Blitzstart aus, spielt Nadal auf dessen Rückhand an die Wand und hat das 0:30 sicher.
0:0
 
Und der erste Ballwechsel ist dann auch gleich das perfekte Beispiel für das, was uns hier durchgehend erwarten wird: Der Ballwechsel dauert gleich mal 25 Schläge an, bis Schwartzman zum 0:15 punkten kann.
0:0
 
Rafa Nadal hat den Münzwurf gewonnen und sich für Aufschlag entschieden - los geht's zum vierten Viertelfinale im Monte-Carlo Country Club!
Chair Umpire
 
Schiedsrichter der Partie wird heute übrigens Damien Dumusois sein - der Franzose gehört auf der Tour zu den erfahrensten und beliebtesten Umpires.
Prozedere
 
Soooooo! Mit reichlich Verspätung kommen unsere beiden Hauptdarsteller nun auch endlich auf den Court, gleich gibt es das obligatorische Foto am Netz sowie den Münzwurf zur Bestimmung des ersten Aufschlägers - und dann kann es nach dem fünfminütigen Einschlagen auch schon losgehen!
Monte Carlo Masters
 
Gemeinsam mit den Zuschauern auf dem Centre Court der Anlage hoffen wir aber trotz der einseitigen Wettquoten (auf einen Sieg von Schwartzman gibt es den neunfachen Einsatz) auf einen richtig spannenden Thriller - denn die Fans im sonst doch eher verträumten Monaco wünschen sich meist nichts sehnlicher als grosses Kino. Und die Siegerliste dieses seit 1897 ausgetragenen Turniers ist folglich auch ebenso lang wie illuster: Nastase, Borg, Wilander, Lendl, Muster, Kuerten und Djokovic gehören zu den mehrfachen Gewinnern, einzig ein Roger Federer fehlt in dieser Aufzählung noch. Doch auch sie kauern alle vor dem Grossmeister des Monte Carlo Country Clubs: Dem neunmaligen Rekordsieger Rafael Nadal, der sich zuletzt 2016 (gegen Gael Monfils) den Pokal abholen durfte. Fehlen noch das Preisgeld (beträgt in diesem Jahr 4,273 Millionen Euro) und der Verweis auf einen der wohl schönsten Centre Courts der Tenniswelt (9.000 Plätze, Blick auf das Mittelmeer) - und dann kann es eigentlich auch schon losgehen.
Vom Challenger zum Masters
 
Und tief gestapelt ist das wohl nicht, wenn man bedenkt, wo Schwartzman vor 12 Monaten noch unterwegs war: Während alle anderen in Monaco spielten, quälte sich der Argentinier beim Challenger-Turnier in Sarasota/USA (Zweitrundenaus gegen Henri Laaksonen/SUI, 1720 Dollar Preisgeld).
Idol Nadal
 
Wobei ein Sieg gegen ''Fürst'' Rafa Nadal auf dem Sand von Monte-Carlo wohl kaum noch zu toppen wäre, was individuelle Leistungen angeht - das gab gestern auch Schwartzman zu: ''Natürlich ist es ein Traum, auf Sand gegen Rafa zu spielen. Er war immer mein Idol, ich wollte immer so spielen, wie er. Aber sein wir ehrlich: Das kann auf Sand einfach niemand. Ich werde einfach mein Bestes geben und ihn hoffentlich ein bisschen ärgern.''
Schwartzman
 
Doch dafür gehört der 24-jährige aus Buenos Aires zu den Senkrechtstartern der letzten 16 Monate. Seinem ersten Turniersieg (Istanbul/Sand) liess er in 2016 noch eine Finalteilnahme (Antwerpen/Halle) folgen, in der Weltrangliste rangiert er mittlerweile auf einem karrierebesten 41. Platz und hier in Monaco hat er zum ersten Mal ein Viertelfinale bei einem Masters-Event erreicht - es kann also fast nicht mehr besser werden.
Head 2 Head
 
Eine ähnliche Demontage würde sich Diego Schwartzman heute sicher gern ersparen - allerdings hat der Argentinier bei zwei Duellen mit Nadal noch nie einen Satz gewonnen (zuletzt US Open 2015).
Nadal in Monaco
 
Es läuft also beim Spanier, und das nicht nur in 2017. Wobei der Mallorquiner hier in Monaco schon eine Schrecksekunde zu überstehen hatte (2. Runde gegen Kyle Edmund/GBR) - gestern aber Geburtstagskind Alexander Zverev komplett demontierte (6:1, 6:1).
Nadal
 
Tatsächlich hätten aber wohl wenig Spieler auf der Tour mehr Grund zum Scherzen als Nadal: Im Laufe seiner Karriere gewann der Spanier bisher 14 Grand-Slam-Titel (neun Mal war er bei den French Open, je zwei Mal in Wimbledon und bei den US Open und ein Mal bei den Australian Open erfolgreich), hat insgesamt 141 Wochen als Nummer eins der Weltrangliste zugebracht und auf der Tour satte 69 Einzeltitel gewonnen (plus deren elf im Doppel) - weshalb sich sein Karrierepreisgeld auf unglaubliche 80,3 Millionen Dollar summiert.
FedEx
 
Kein Wunder also, dass Nadal vor dem Turnier in Monaco gegenüber spanischen Medien (Federer macht bis zu den French Open Pause) scherzte: ''Gut für mich, Roger ist nicht da, ich kann also nicht gegen ihn verlieren. Dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen.'' Wobei langjährigen Nadal-Beobachtern in dem Moment weniger die Breitseite gegen Kumpel Federer auffiel als viel eher die Tatsache, dass der sonst sehr nüchterne Nadal überhaupt scherzt.
Nadal 2017
 
Und das nicht nur irgendwie, sondern in der Spitzengruppe der Weltrangliste - wie Nadal schon bei den Australian Open 2017 mit seinem ersten Finaleinzug nach mehr als zwei Jahren (Niederlage gegen Federer) eindrucksvoll unter Beweis stellte. Und auch sonst läuft es diese Saison bisher richtig gut: Bei seinem zweiten Auftritt des Jahres im mexikanischen Acapulco musste sich der Spanier erst im Endspiel Sam Querrey (USA) geschlagen geben, in Indian Wells scheiterte er nach einigen starken Vorstellungen im Viertelfinale erneut an Roger Federer - und auch im Finale von Miami war der Schweizer die letzte, nicht zu überwindende Hürde.
Gedanken ans Karriereende
 
Denn in erster Linie ist Nadal momentan wichtig, wieder schmerzfrei aufspielen zu können - und das klappt momentan so gut, dass Nadal keinen Gedanken mehr an ein eventuelles Karrierende verschwendet. ''Ich war mir nicht sicher, ob und wie meine Karriere weitergehen würde'', so Nadal beim Turnier in Indian Wells. ''Ich war (während der Verletzungspause, d. Red.) traurig, dass ich nicht spielen konnte, habe aber ständig darüber nach gedacht, wie ich in meinem Leben ohne Tennis glücklich werden könnte. Natürlich, ich habe meine tolle Familie, meine Tennisakademie, aber ich habe gemerkt: Ich brauche den Wettkampf. Denn nach ein paar Wochen Pause ist es jedes Mal das Gleiche: Es juckt in den Gelenken, der Schläger grinst einen aus der Ecke an und sobald man die Turnschuhe an hat, will man nur noch auf den Court. Ich befürchte, ich werde der Tenniswelt noch eine Weile erhalten bleiben.''
In Topform
 
Denn der ehemalige Weltranglistenerste Nadal ist nicht nur hier bei seinem Quasi-Heimturnier in Bestform, er absolviert schon die gesamte Saison, als wäre er nie verletzt gewesen. Wobei das Ganze auf dem Papier natürlich noch viel besser aussehen würde, gäbe es einen gewissen Roger Federer nicht - aber dazu gleich noch mehr.
Rekorde über Rekorde
 
Der Spanier ist bei dieser Veranstaltung nämlich der Rekordsieger (neun Siege) und hat auch sonst jede erdenkliche Bestmarke pulverisiert (unter anderem blieb Nadal 46 Spiele in Serie ungeschlagen). Weshalb der Spanier in diesem Jahr gern seinen zehnten Erfolg im Fürstentum feiern würde - und der richtige Herausforderer muss erstmal gefunden werden.
Fürst Rafa
 
Manche nennen dieses Turnier in Monaco das Monte Carlo Masters. Andere hingegen bleiben ehrlich und benennen es beim eigentlichen Namen: Das Rafa-Nadal-Masters.
Monte Carlo Masters
 
Herzlich willkommen beim Masters-Turnier in Monte Carlo zur Viertelfinalpartie zwischen Diego Schwartzman und Rafael Nadal.
Turnier
Finale
A. Ramos-Vinolas (ESP/15)
1
3
R. Nadal (ESP/4)
6
6