ATP Shanghai Masters Shanghai
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R. Gasquet
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sui
R. Federer
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x
Stadium | Viertelfinale
Ende
R. Gasquet
Ranking:
32
Geburtsd.:
18.06.1986
Größe:
1.85 m
Gewicht:
75 kg
Bilanz:
29-18
Preisgeld:
US$ 15.736.856
R. Federer
Ranking:
2
Geburtsd.:
08.08.1981
Größe:
1.85 m
Gewicht:
85 kg
Bilanz:
55-6
Preisgeld:
US$ 109.853.682
Letzte Aktualisierung: 06:47:03
Refresh:
Gasquet
Federer
Abschied
 
Das war's nun aber von uns aus Shanghai! Wir hoffen, Sie hatten ähnlich viel Spass wie wir und würden uns freuen, Sie bald wieder bei uns begrüssen zu dürfen - tatsächlich werden wir morgen nämlich von beiden Halbfinalpartien live berichten. Bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und wünscht allen Lesern ein angenehmes Wochenende!
Ausblick
 
Während Gasquet nun aber die Heimreise antreten muss, geht es für Roger Federer morgen gegen 14:00 Uhr deutscher Zeit weiter: Im Halbfinale wird ihm mit Juan Martin del Potro dann ein alter Bekannter (schon 23 Duelle!) gegenüber stehen, mit dem der Baselbieter seit den US Open auch noch eine Rechnung offen hat.
Statistik
 
Zahlenmässig lässt sich der Ausgang dieser Partie am besten mit folgenden Werten beschreiben: Während Federer im gesamten Matchverlauf satte 29 Winner schlug, waren es bei Gasquet nur deren 13 - da half dem Franzosen auch nicht, dass Federer bei den unnötigen Fehlern (26:21) ebenfalls knapp vorn lag.
Fazit
 
Unter dem Strich war das hier eine nette Partie, die am Ende aber doch einen vorhersehbaren Gewinner gefunden hat: Roger Federer war vor allem im zweiten Durchgang der konstant sicherere Spieler und steht dementsprechend verdient im Halbfinale dieses vorletzten Mastersturniers der Saison.
5:7, 4:6
Und das war's - mit einem abschliessenden Servicewinner nach aussen tütet Roger Federer dieses Viertelfinale ein und zieht in die Vorschlussrunde ein!
5:7, 4:5
 
Einen Flüchtigkeitsfehler leistet sich dann auch der Schweizer - bevor er mit einem filigranen Rückhandstopp auf 40:15 und zwei Matchbälle stellt.
5:7, 4:5
 
Mit der Vorhand Inside-Out punktet Federer zum 15:0, mit einer Vorhand Inside-In dann zum 30:0. Und schon fehlen dem Maestro nur noch zwei Punkte ...
5:7, 4:5
 
Den ersten Spielball vergibt Gasquet zwar noch, dafür nutzt er den zweiten aber umso überzeugender - 4:5. Was aber trotzdem bedeutet, dass Roger Federer nun zum Matchgewinn aufschlagen darf ...
5:7, 3:5
 
Wow - soviel zum Druck! Gasquet scheint die Situation überhaupt nicht zu belasten, denn der Franzose spielt einen herrlichen Winner nach dem anderen - 40:0.
5:7, 3:5
 
Dieser eine Spielball reicht Federer dann auch aus, weil er im Rückhandduell den längeren Atem beweist - 5:3 für den Schweizer, der Gasquet damit natürlich stark unter Druck setzt, sein Service halten zu müssen.
5:7, 3:4
 
Irgendwie ist das schon deprimierend: Gasquet fightet sich zum 30:30 - und wird dann vom nächsten Ass abgeschossen. 40:30 und Spielball für Federer!
5:7, 3:4
 
Mit einem Ass und einem Servicewinner zeigt Federer gleich mal an: Ich will in den Feierabend gehen. 30:0!
5:7, 3:4
 
Das Glück ist eben oft genuug mit den Tüchtigen: Mit einem Netzroller, der ganz kurz abspringt, bringt Federer Gasquet aus dem Rhythmus - um ihn dann mit einem Rückhandvolley zu überlobben. Break vor für den Schweizer Maestro!
5:7, 3:3
 
Toll ist Federers Quote in diesen Momenten heute nicht (nur 2/6 Breakchancen genutzt) - und auch in diesem Fall kann Gasquet den ersten Breakball mit einer tollen Vorhand Inside-In abwehren. 30:40!
5:7, 3:3
 
... woraus der FedExpress dann auch prompt die nächsten beiden Breakbälle macht - indem er Gasquet auf dessen Vorhand laufen lässt. 15:40!
5:7, 3:3
 
Nach wie vor läuft es für Federer am besten, wenn er Gasquets Vorhand angreift. Zwei erzwungene Fehler beim Franzosen sorgen mal wieder für ein 15:30 ...
5:7, 3:3
 
Das nennt man dann eine Demonstration: In nur 64 Sekunden beendet Federer sein Aufschlagspiel zu Null und gleicht zum 3:3 aus.
5:7, 3:2
 
... und nutzt diese erste Chance dann auch per Netzangriff. Aufschlag gehalten, drei Breakchancen abgewehrt - es läuft beim Franzosen!
5:7, 2:2
 
Ausnahmsweise darf der Franzose dann auch mal auf Spielball stellen ...
5:7, 2:2
 
Dann fällt der Franzose aber doch wieder in seine passive Art zurück, was Federer prompt mit dem Winner zum Vorteil bestraft ... den Gasquet aber mit der nächsten starken Vorhand cross sofort wieder ausgleicht.
5:7, 2:2
 
Aber Gasquet ist mittlerweile mental gefestigt: Den ersten Breakball wehrt er im Rückhandduell ab, den zweiten mit einem Vorhandwinner, den er kurz cross hinter das Netz legt. Einstand!
5:7, 2:2
 
Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben: Mit der nächsten richtig guten Rückhand cross, die Gasquet nicht mehr erreicht, geht es für Federer zum 15:40 und zwei Breakbällen.
5:7, 2:2
 
Ei,ei, ei, das müsste es doch sein: Federer hämmert eine Vorhand aus dem Halbfeld weit hinter die Grundlinie, 15:30 statt 0:40.
5:7, 2:2
 
Und plötzlich dreht der FedExpress wieder auf! Per Smash geht es zum 0:15, mit einem tollen Passierball mit der Rückhand cross zum 0:30.
5:7, 2:2
 
Den ersten Spielball wehrt Gasquet noch ab - beziehungsweise den vergibt Federer mit einem Doppelfehler - aber den zweiten nutzt der Schweizer dann zum 2:2. und schon gibt es das nächste neue Racket!
5:7, 2:1
 
Tatsächlich scheint der Schweizer wieder auf den Geschmack gekommen zu sein, seine Aufschlagspiele kurz zu halten: In nur 45 Sekunden geht es zum 40:0.
5:7, 2:1
 
Mit einer herrlichen Vorhand Inside-Out holt sich Gasquet dann aber doch den Spielgewinn und legt zum 2:1 vor - mal sehen, wie Federer das beantwortet.
5:7, 1:1
 
Allerdings zieht Gasquet das Tempo dann mal wieder leicht an, serviert gut und sammelt zwei leichte Punkte zum 40:15 ein.
5:7, 1:1
 
Und das Match wird immer besser! Erst kann Gasquet am Netz (!) punkten, dann revanchiert sich Federer mit einer kurzen knackigen Rückhand cross. 15:15!
5:7, 1:1
 
Kein Problem für den Franzosen: Mit einem schönen Slicereturn erzwingt er den nächsten Fehler bei FedEx und sichert sich das sofortige Re-Break zum 1:1. Alles wieder in der Reihe in Satz zwei!
5:7, 0:1
 
Den ersten Breakball kann Federer aber über Gasquets Vorhand abwehren.
5:7, 0:1
 
Und auch der Franzose kommt plötzlich zu drei Breakchancen - das ist die perfekte Antwort auf das schlimme Aufschlagspiel eben.
5:7, 0:1
 
Soviel dazu! Zwei starke Rückhandwinner in Serie von Gasquet sorgen für ein 0:30 gegen Federers Aufschlag. Was natürlich eine Premiere für den heutigen Tag darstellt ...
5:7, 0:1
 
Und schon zieht Gasquet meine Zwischenanalyse ins Lächerliche: Zu Null und komplett ohne Gegenwehr geht es zum Break und dem 1:0 für Roger Federer.
5:7, 0:0
 
... die dann zu ausgewachsenen Problemen wird: Mit einem weiteren guten Return punktet Federer zum 0:40 und drei Breakchancen.
5:7, 0:0
 
So hatte sich der Franzose das ganz sicher nicht vorgestellt. Zwei zu lange Rückhandbälle bringen ihn bei 0:30 nämlich gleich wieder in Verlegenheit ...
5:7, 0:0
 
Weiter geht's, Richard Gasquet eröffnet den zweiten Durchgang!
Zwischenfazit
 
Wirklich überzeugend ist dieser Auftritt von Roger Federer bisher nicht. Wobei das eben auch daran liegt, dass Gasquet hier mutig aufspielt und kein bisschen erschöpft wirkt - einzig seine doch recht zahlreichen unnötigen Fehler haben dem Franzosen ein besseres Satzende verwehrt.
5:7
Bärenstark von Roger Federer: Mit einer unerreichbaren Rückhand cross beendet er diesen ersten Satz mit 7:5!
5:6
 
Gasquet gibt sich aber nicht auf, sondern punktet mit einem fabelhaften Passierball mit der Rückhand cross zum 30:30. Und trotzdem kann Federer gleich wieder vorlegen - 40:30 und Satzball für den Baselbieter!
5:6
 
Per Challenge kommt Gasquet dann zwar zum 15:15, aber Federer hat gleich noch ein Ass im Köcher - 30:15!
5:6
 
Los geht's mit Federer serving for the set. und das Ass zum 15:0 ist dabei natürlich ein perfekter Start ...
5:6
 
So schnell kann es gehen: Federer macht Druck auf Gasquets Vorhand, der Franzose kann sich irgendwann nicht mehr wehren und spielt einen Ball weit ins Aus - 6:5 und Break vor für Roger Federer!
5:5
 
Und ausgerechnet jetzt verzieht Gasquet eine Rückhand massiv - 15:40 und zwei Breakchance für den FedExpress!
5:5
 
Glück für Federer, das Gasquets Netzroller günstig abspringt und ihm einen Schusschance im Halbfeld ermöglicht - 15:30!
5:5
 
Darauf folgt dann aber der nächste Ballwechsel der Marke ''zu viel zu schnell gewollt'' - womit Gasquet zum 15:15 ausgleichen kann.
5:5
 
Ui, das ist mal ein echter Federer: Mit dem Rückhandlob, den er genau ins Eck setzt, stellt der Schweizer auf 0:15.
5:5
 
Und so kann Federer am Ende doch irgendwie zum 5:5 ausgleichen - was er in erster Linie der steigenden Fehlerquote von Gasquet zu verdanken hat. Und der Franzose wird sich sicher ärgern, aus dieser Halbchance nicht mehr gemacht zu haben.
5:4
 
Dann marschiert FedEx wieder direkt ans Netz durch, spielt seinen Volley aber extrem lang - doch selbst das Hawkeye hat den Ball so eben noch an der Linie gesehen. 30:30 statt der ersten Satzbälle!
5:4
 
Mit einem resoluten Netzangriff stellt Federer dann zwar auf 15:15, aber Gasquet wittert irgendwie eine Chance, greift Federers Rückhand an und punktet zum 15:30!
5:4
 
Und offenbar ist innere Ruhe besser als ein neues Racket: Gasquet startet gleich mal mit einem 0:15 in Federers Aufschlagspiel.
5:4
 
Es ist übrigens spannend, Gasquet beim Seitenwechsel zu beobachten: Wo andere Spieler an ihrem Schläger zupfen oder ihre Trinkflaschen sortieren, wickelt der Franzose wirklich jedes einzelne Mal seinen Schlägergriff neu - laut eigener Aussage bringt ihm das ''innere Ruhe''.
5:4
 
Dann rutscht Federer aber ein Return komplett ab und segelt weit hinter die Grundlinie - 5:4 für Richard Gasquet, womit Federer nun gegen den Satzverlust aufschlagen muss.
4:4
 
Mit der Rückhand cross, der besten Waffe des Franzosen, geht es dann zum 40:0 und drei Spielbällen ... von denen Federer den ersten aber per Stopp abwehren kann. 40:15!
4:4
 
Das neue Racket scheint erstmal aber wenig Erfolg zu bringen, zumindest kann Gasquet schnell zum 30:0 vorlegen.
4:4
 
Unter dem Strich steht dann auch der Spielgewinn für den FedExpress - und als Belohnung gibt es passend zu neuen Bällen auch ein neues Racket.
4:3
 
FedEx in Reinform - einen starken nNtzangriff von Gasquet beendet der Schweizer mit einem Schuss auf den Körper und einer anschliessenden Rückhand longline, die genau ins Eck tropft. 40:30!
4:3
 
Schade, da hätte man mehr draus machen können: Gasquet rutscht beim Versuch eines Passierballs weg und drischt die Rückhand ins Netz - 30:30 statt Breakchancen!
4:3
 
Diesen Schiefstand kann FedEx dann aber mit einem Servicewinner ausgleichen - um Gasquet anschliessend mit der nächsten ganz schwachen Rückhand ins Netz das 15:30 zu schenken.
4:3
 
Federer muss mal wieder zur Challenge greifen - aber sein zweiter Aufschlag war dann doch im Aus. Doppelfehler und 0:15!
4:3
 
FedEx patzt nochmal mit der Rückhand - was Gasquet das 4:3 einbringt. Und mittlerweile kann man durchaus sagen: Dies ist ein Match auf Augenhöhe, womit nach den drei Gasquet-Marathons zuvor kaum zu rechnen gewesen war.
3:3
 
Aber Gasquet serviert bislang wirklich gut, kann sich gleich noch einen leichten Punktgewinn abholen und auf 40:15 stellen.
3:3
 
Stark gespielt von Federer, der Gasquet mit einem Ball an die T-Linie ins Halbfeld lockt, zum ihn dann mit einer langen Rückhand cross auszuspielen. Taktisch wäre das ein Weg, den der Schweizer durchaus weiter verfolgen könnte ...
3:3
 
Erst schenkt Federer einen Punkt ab, weil er seine Vorhand cross noch neben (!) den Korridor platziert - der folgende Aufschlagwinner bringt Gasquet dann auch schon das 30:0.
3:3
 
Mit der Rückhand longline, die eben nicht geklappt hatte, macht Federer diesmal den Sack zu: 3.3, alles in der Reihe in Satz eins!
3:2
 
Kein Problem für Federer, der den Breakball mit einem guten Aufschlag abwehrt und dem gleich noch ein Ass zum Vorteil folgen lässt.
3:2
 
Und dann wird es ganz verrückt: Weil Federer eine Rückhand longline in den Korridor legt, hat Gasquet plötzlich seine erste Breakchance des Tages!
3:2
 
Und der Franzose kommt sogar zum Einstand, weil er einen Stopp von Federer glänzend erläuft und dann diagonal über das Netz spitzelt. 40:40!
3:2
 
Federer hat dann auch keine Mühe, auf 40:15 zu stellen - aber den ersten Spielball wehrt Gasquet mit einem starken Returnwinner mit der Vorhand longline ab. 40:30!
3:2
 
Oho - man glaubt es kaum, Gasquet hat einen Returnpunkt gewonnen! Wobei man sagen muss, dass das mit einem Rahmenlob eher glücklich geschah - aber für das 30:15 reicht es dennoch.
3:2
 
Zunächst mal geht das auch genau so weiter wie bisher. Erst punktet Federer am Netz, dann mit der Vorhand cross - 30:0.
3:2
 
... was der Franzose im nächsten ausführlichen Rückhandduell in den Spielgewinn zum 3:2 verwandelt. Mal sehen, ob Gasquet nun zu seinem ersten Returnpunkt kommen kann - denn seine bisherigen Aufschlagspiele hat FedEx allesamt zu Null gewonnen.
2:2
 
Federer hilft dann auch gern ein wenig mit, spielt eine einfache Rückhand zu lang und schenkt Gasquet so das 40:15 ...
2:2
 
Soviel zu den Challenges: Federer nimmt seine zweite - und hat schon wieder Recht, weil Gasquets Rückhand cross doch im Korridor gelandet war. Was aber nur dazu führt, dass der Franzose anschliessend mit zwei schnellen Punkten auf 30:15 stellen kann ...
2:2
 
Zum ersten mal kann Federer in einem ausgedehnten Rückhandduell die Oberhand behalten und auf 0:15 stellen. Und Gasquets erster Aufschlag ist dem Franzosen plötzlich abhanden gekommen ...
2:2
 
Ein weiterer Servicewinner bringt FedEx dann den Spielgewinn zum 2:2 - alles in der Reihe in Satz eins!
2:1
 
Federer hingegen scheint das Tempo ein wenig verschärfen zu wollen, lässt Gasquet wunderbar laufen und punktet mit der Vorhand cross zum 40:15.
2:1
 
Leider ist das mit dem returnieren gleich wieder eine ganz andere Geschichte. Gasquets Schläge segeln überall hin, nur nicht ins Feld - 30:0.
2:1
 
Mit einem Servicewinner und einer weiteren genialen Rückhand (diesmal cross gespielt) macht der Franzose dann auch einen Deckel auf sein Aufschlagspiel und legt nach der Abwehr einer Breakchance zum 2:1 vor.
1:1
 
Fan-tas-tisch! Was Gasquet da für eine Rückhand longline auspackt - das sollte man sofort in ein Lehrvideo verwandeln. Einstand!
1:1
 
Und trotzdem resultiert daraus der erste Breakball der Partie: Im Rückhandduell behauptet sich Federer brillant und stellt auf 30:40.
1:1
 
Wunderbar, wie Federer da von der Grundlinie aus mit dem ansatzlosen Stopp punktet. Gasquet kann anschliessend aus dem Halbfeld aber doch wieder zum 30:30 ausgleichen ...
1:1
 
Das ist immer mal eine Meldung wert: Federer gewinnt eine Challenge und bekommt den Punkt zum 15:15 zugesprochen! Das passiert in der Tat selten genug ... FedEx und das Hawkeye werden in diesem Leben auf jeden Fall keine Freunde mehr.
1:1
 
Returns stehen hier bislang noch nicht auf der Speisekarte, denn auch Federer beendet sein Aufschlagspiel, ohne Gasquet auch nur ein Mal in einen Ballwechsel eingeladen zu haben.
1:0
 
Federer hat sich in diesen Tagen von Shanghai nur ganz selten Blössen beim eigenen Aufschlag erlaubt. Zwei Servicewinner und ein Serve-and-Volley-Angriff sorgen dementsprechend auch für ein schnelles 40:0.
1:0
 
Vier erste Aufschläge im Feld, drei leichte Punkte - so stellt man sich seinen Start in ein Viertelfinale wohl vor. 1:0 für Richard Gasquet.
0:0
 
Mit einem weiteren Servicewinner kann Gasquet dann aber erneut vorlegen und sich anschliessend über den ersten Aufschlag auch die ersten zwei Spielbälle herausspielen - 40:15.
0:0
 
Federer gleicht das schnelle 15:0 mit einem tollen Rückhandwinner kurz cross gespielt aus - das geht ja gleich gut los!
0:0
 
Genug erzählt, los geht's - Richard Gasquet schlägt als Erster auf!
Chair Umpire
 
Fehlt nur noch der Schiedsrichter dieser Partie - diesen Job übernimmt gleich der Brasilianer Carlos Bernardes, den man wohl als besten der vielen guten ATP-Umpires bezeichnen kann.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller dann auch schon: Nach dem Münzwurf, dem obligatorischen Erinnerungsfoto und dem fünfminütigen Einschlagen kann es also endlich losgehen!
Verspätung II
 
Sooooo. Juan Martin del Potro hat sich durchgesetzt und steht gemeinsam mit Marin Cilic und Rafa Nadal im Halbfinale von Shanghai - fehlt also nur noch der vierte Teilnehmer der Vorschlussrunde, den wir hier in wenigen Minuten ermitteln werden.
Verspätung
 
Ein kleines Bisschen müssen wir uns leider noch gedulden, weil die Herren del Potro und Troicki auf dem Centre Court ein wahres Spektakel aufführen - zum Mitlesen gibt es bei uns selbstverständlich den dazugehörigen Liveticker!
Shanghai Masters
 
Fehlt also eigentlich nur noch ein Wort zum Turnier an sich. Das Shanghai Masters (offiziell Shanghai Rolex Masters) ist ein chinesisches Herren-Tennisturnier, das 2009 erstmals ausgetragen wurde und Teil der ATP-World-Tour-Masters-1000-Serie ist. Die Qizhong Forest Sports City Arena (der Centre Court) hat eine Kapazität von 15.000 Zuschauern, zu gewinnen gibt es bei diesem Turnier mittlerweile satte 5.924.890 Dollar (1.192 Millionen für den Sieger) und Titelverteidiger ist der in diesem Jahr verletzt nicht angetretene Andy Murray - der gemeinsam mit Novak Djokovic (drei Titel) auch die Liste der Rekordsieger anführt.
Head to Head
 
Wobei Back to the Roots heute sicher nicht das Motto von Richard Gasquet sollte: Der Blick in die Vergangenheit zeigt nämlich eine katastrophale Bilanz von 2:15 gegen Federer - auf Hardcourt hat der Schweizer sogar noch nie gegen den Franzosen verloren (9:0).
Challenger Gasquet
 
Das überraschendste an diesem Absatz? Das dürfte wohl die Tatsache sein, dass der jahrelang als solider Top-10-Spieler geltende Gasquet im Herbst seiner Karriere immer mehr mit Verletzungen zu kämpfen hat und demnach in der Weltrangliste aus den Top 30 gefallen ist - was sich nach diesem Turnier aber wieder ändern sollte. Und dafür hat der Franzose auch einiges getan: Unter anderem zog er sich im Septemper auf die zweitklassige Challenger-Tour zurück, wo er nach dem Turniersieg im polnischen Szczecin ganz offen zugab: ''ich musste einfach mal wieder ein paar Matches gewinnen. Und auf der ATP Tour läuft es einfach nicht. Also bin ich hierher gekommen, back to the roots sozusagen.''
Turnierverlauf Gasquet
 
Sein heutiges Gegenüber hingegen hat einen ganz anderen Weg durch das Turnier gewählt. Denn nicht nur hat Richard Gasquet als ungesetzter Spieler schon drei Runden absolvieren müssen - er benötigte gegen Robin Haase (NED), Hyeon Chung (KOR) und Landsmann Gilles Simon (fast 3 Stunden lang!) auch jeweils drei Sätze.
Turnierverlauf Federer
 
Und auch Federers erster Shanghai-Auftritt in diesem Jahr war nicht der überzeugendste: Gegen Diego Schwartzman (ARG) benötigte Federer zwar nur zwei Sätze (7:6, 6:4), haderte phasenweise aber stark mit sich und seinem Spiel und erklärte hinterher nur ganz knapp: ''Das war ok. nicht toll, aber ok. Für den Turnierbeginn muss das reichen.'' Und das tat es auch, denn im Achtelfinale konnte sich Federer gegen Alexandr Dolgopolov (UKR) überaus deutlich durchsetzen.
Federer in Shanghai
 
Dafür würde Federer aber zunächst mal einen Turniersieg hier in Shanghai benötigen. Und abgesehen von einem tollen Run 2014, als er das Turnier gewann, gab es für den Schweizer hier in China wenig zu holen: 2015 schied er in Runde eins aus, 2016 trat er verletzungsbedingt gar nicht erst an.
Der Platz an der Sonne
 
Wobei der Schweizer sich bei der Frage nach seinem grössten Ziel deutlich positioniert hat. Denn tatsächlich scheint Federer die Aussicht auf den Altersrekord des Weltranglistenersten (aufgestellt vom damals 33-jährigen Andre Agassi) durchaus zu reizen. Vor die Wahl gestellt, ob er denn lieber nochmal die Weltrangliste anführen oder ein Grand-Slam-Turnier gewinnen würde, scheute sich der Maestro die klare Antwort nicht: Es sei schon etwas besonderes, in seinem Alter nochmal die Nummer 1 der Welt zu sein - entsprechend würde er das bevorzugen.
Federer 2017
 
Und der Blick auf seine Bilanz in diesem Jahr zeigt auch, dass Federer in dieser überragenden Comeback-Saison (nach einem halben Jahr Pause in 2016) bislang fast ausschliesslich richtige Entscheidungen getroffen hat: Bei acht Turnierstarts stehen fünf Erfolge zu Buche, darunter bekanntlich die Australian Open und Wimbledon sowie die Masters-Turniere in Indian Wells und Miami und zuletzt das Viertelfinale bei den US Open. Und dementsprechend steht der Schweizer auch bei einer Saisonbilanz von 39:4 Siegen (vor Turnierbeginn)!
Oldie but Goldie
 
Spitze Zungen sagen nämlich: Federer spielt nur noch so viel wie jemand im Vorruhestand. Der grosse Rest der Welt stellt aber auch 2017 mal wieder neidisch fest: Ein Federer mit 36 und nur einer Handvoll Turnierteilnahmen hat nach wie vor das Zeug, die Tenniswelt zu dominieren.
FedEx
 
Mittlerweile hat Roger Federer sich auf der Tour den Status einer Grand Dame erarbeitet. Aber natürlich geht es beim Schweizer nicht nur um Respekt vor seinem Lebenswerk, sondern in erster Linie um den Respekt vor seiner Leistung - der aktuellen, wohlgemerkt.
Shanghai Masters
 
Herzlich willkommen bei den Shanghai Masters zur Viertelfinalpartie zwischen Richard Gasquet und Roger Federer.
Turnier
Finale
R. Nadal (ESP/1)
4
3
R. Federer (SUI/2)
6
6