US Open New York
SP
Pkt
1
2
3
4
5
esp
R. Nadal
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0
0
6
6
6
x
rsa
K. Anderson
0
0
0
3
3
4
x
Arthur Ashe Stadium | Finale
Ende
R. Nadal
Ranking:
1
Geburtsd.:
03.06.1986
Größe:
1.85 m
Gewicht:
85 kg
Bilanz:
67-12
Preisgeld:
US$ 91.323.627
K. Anderson
Ranking:
32
Geburtsd.:
18.05.1986
Größe:
2.03 m
Gewicht:
89 kg
Bilanz:
32-21
Preisgeld:
US$ 8.272.183
Letzte Aktualisierung: 08:47:39
Refresh:
Nadal
Anderson
Abschied
 
Damit wollen wir uns nun aber nach einem tollen Turnier von Ihnen verabschieden! Wir hoffen, Sie hatten in diesen zwei Wochen tage- und nächtelang ähnlich viel Spass wie wir und würden uns freuen, Sie bald wieder bei uns begrüssen zu dürfen - Oliver Stein sagt nun aber Cheerio and Goodbye from New York!
Statistik
 
Auch zum heutigen Finale muss man deshalb eigentlich kaum Worte zu verlieren: Kevin Anderson zeigte nämlich leider erst im dritten Satz (und damit viel zu spät), zu was er mit genügend Mut und Courage in der Lage ist. Wobei der Südafrikaner gegen DIESEN Nadal eventuell auch in Bestform keine Chance gehabt hätte: Der Spanier holte jeden einzelnen Punkt am Netz (16/16), gewann 84 Prozent seiner ersten Aufschläge und hatte dabei noch ein exzellentes Verhältnis von Winnern /30) zu unnötigen Fehlern (11) vorzuweisen - bei Anderson hingegen sah das ganz anders aus (32 Winner, 40 unnötige Fehler).
Fazit
 
Und nach so einem Auftritt spielen dann auch weder Betrachtungswinkel noch Vorlieben eine Rolle: Rafael Nadal war in Flushing Meadows unschlagbar, leistete sich nur ab und an ein paar Startschwierigkeiten und war in keinem seiner sieben Matches auch nur ansatzweise in Gefahr, auszuscheiden.
Fazit
 
Es war vielleicht kein spannendes, aber definitiv ein aussagekräftiges Finale: Denn am Ende gewinnt der über die gesamten zwei Turnierwochen beste Spieler die Veranstaltung auch - für Rafa Nadal ist das nun schon sein dritter Titel hier in New York (nach 2010 und 2013).
6:3, 6:3, 6:4
Und das war's: Mit einem guten Ersten marschiert Rafa Nadal ans Netz, drückt den entscheidenden Rückhandvolley ins freie Feld und darf sich feiern lassen - als Sieger der US Open 2017!
6:3, 6:3, 5:4
 
Kein Problem für Nadal: Mit dem nächsten Aufschlagwinner geht es zum Vorteil und Matchball Nummer zwei!
6:3, 6:3, 5:4
 
Es wird gerufen, geschrien und gekreischt - am Ende landet Nadals Vorhand im Netz und Anderson kann sich so nochmal retten: Einstand!
6:3, 6:3, 5:4
 
Aber nein, erstmal gibt es nichts verrücktes: Nadal sichert sich mit einem Servicewinner durch die Mitte bei 40:30 nämlich den ersten Matchball!
6:3, 6:3, 5:4
 
Oho! Anderson traut sich was, marschiert mit dem langen Rückhandreturn ans Netz und punktet dort mit dem Rückhandvolley zum 30:30. Das wäre natürlich verrückt ...
6:3, 6:3, 5:4
 
Anderson bekommt die Chance zum Netzangriff, weil er perfekt vorbereitet - und schmettert den Ball hinter die Grundlinie! Bitter für den Südafrikaner, 30:15 für Nadal!
6:3, 6:3, 5:4
 
Per Kickaufschlag auf Andersons Rückhand geht es für Nadal zum 15:0 - aber das kann der Südafrikaner erstmal wieder ausgleichen. Und die (wahnsinnig störenden) Zwischenrufe der offensichtlich sehr aufgeregten Zuschauer nehmen immer stärker zu ...
6:3, 6:3, 5:4
 
Rafa Nadal, Serving for the Championship!
6:3, 6:3, 5:4
 
Gleich den ersten Spielball nimmt Anderson dann auch per Ass (seinem zehnten) mit und verkürzt auf 4:5. Aber jetzt ist es natürlich an Nadal, selber zum Matchgewinn zu servieren. Und Anderson wartet ja nach wie vor auf seine erste Breakchance der Partie ...
6:3, 6:3, 5:3
 
Der Turniersieg für Nadal wird wohl noch ein Bisschen auf sich warten lassen, denn Anderson kann sich mit einem mächtigen Vorhandschuss zwei Spielbälle erspielen ... 40:15!
6:3, 6:3, 5:3
 
Aber das kann der Südafrikaner dann mit einem Ass zum 15:15 ausgleichen. Und anschliessend mit einem Aufschlagwinenr auch noch zum 30:15 vorlegen ...
6:3, 6:3, 5:3
 
Rückt das Ende näher? Anderson vermasselt eine Rückhand, was Nadal das 0:15 bringt ...
6:3, 6:3, 5:3
 
Zu Null nimmt der Spanier sein Aufschlagspiel dann auch mit und legt zum 5:2 vor - und damit muss Kevin Anderson nun also zum ersten Mal gegen den Matchverlust aufschlagen!
6:3, 6:3, 4:3
 
Ich würde Ihnen so gerne von Spannung und Dramatik berichten, aber Rafael Nadal gibt sich schlicht und einfach keine Blösse. Und so wird es dann natürlich auch nicht mehr spannend - erneut verteidigt der Spanier das Break bis zum 30:0 schlafwandlerisch sicher.
6:3, 6:3, 4:3
 
Den ersten Spielball vergibt Anderson noch mit Unforced Error Nummer 37 (!) - den zweiten kann er dann aber per Servicewinner nutzen und zum 3:4 verkürzen.
6:3, 6:3, 4:2
 
Klar, dass Nadal das nicht so einfach hinnehmen mag, Mit einem Rückhandreturn vor die Füsse des aufrückenden Anderson geht es zum 30:15 .. aus dem der Südafrikaner dann aber per Vorhandwinner Inside-Out doch zwei Spielbälle machen kann. 40:15!
6:3, 6:3, 4:2
 
Das ist schon irgendwie ärgerlich. Denn plötzlich fängt Anderson an, hier richtig gutes Angriffstennis zu spielen und kommt mit zwei schön herausgespielten Netzangriffen zum 30:0.
6:3, 6:3, 4:2
 
Den ersten Spielball kann Anderson noch abwehren, den zweiten nutzt Nadal aber mit einem guten Ersten nach aussen - den er immer mal wieder mit viel Kick statt mit Vollgas spielt. 4:2 für den Spanier!
6:3, 6:3, 3:2
 
Hinterher gibt es gleich noch einen Netzangriff, diesmal mit dem abschliessenden Rückhandvolley - und weiterhin bleibt Nadals Quote bei den Netzangriffen fehlerlos (15/15). 40:15!
6:3, 6:3, 3:2
 
Aber klar, der Spanier möchte hier am liebsten auf jegliche Form von Spannung verzichten. Ein Servicewinner bringt das 15:15 ... bevor Nadal mit seinem 14. perfekten Netzangriff zum 30:15 erhöhen kann.
6:3, 6:3, 3:2
 
Oho! Nadal wird mit der Vorhand ausnahmsweise mal ohne Not zu lang - 0:15!
6:3, 6:3, 3:2
Tatsächlich hat Referee Garner nach dem Physiotherapeuten gerufen, der Anderson nun den Finger verbindet - das dürfte aber schnell gehen.
6:3, 6:3, 3:2
 
Nicht schlecht! Mit seinem wohl besten Schlag des Abends, einer Rückhand die Linie entlang, nimmt Anderson sein Aufschlagspiel zu Null mit und verkürzt auf 2:3. Fehlt wie gesagt nur noch das Re-Break ...
6:3, 6:3, 3:1
 
Umso freudiger für Anderson, dass Nadal ihm endlich mal wieder ein einfaches Aufschlagspiel gewährt: In nur 75 Sekunden geht es für den Südafrikaner zum 40:0.
6:3, 6:3, 3:1
 
Zu allem Überfluss hat sich Anderson offenbar auch noch eine Blase an der Schlaghand aufgescheuert - Jake Garner bittet ihn auf jeden Fall darum, die leichte Blutung während des nächsten Seitenwechsels zu stoppen.
6:3, 6:3, 3:1
 
Aber den dritten Spielball schenkt ihm Anderson dann doch wieder, weil er eine Rückhand aus dem Halbfeld mit viel zu viel Power spielt und hinter die Grundlinie legt - und damit fehlen Nadal bei 3:1 nur noch drei Spiele zum Turniersieg!
6:3, 6:3, 2:1
 
Irgendwie hat sich Nadal da von zahlreichen Zwischenrufen seiner Fans irritieren lassen. Ein leichter Vorhandschwinger landet ebenfalls im Aus, sodass dem Spanier nur noch ein Spielball bleibt ...
6:3, 6:3, 2:1
 
Da sage ich so etwas - und dann serviert Nadal bei 40:0 erstmal einen Doppelfehler. Seinen allerersten des Tages, um genau zu sein. Aber zwei Spielbälle bleiben dem Spanier bei 40:15 ja noch ...
6:3, 6:3, 2:1
 
Statistiken über Statistiken: Wenn Nadals erster Aufschlag heute kommt, dann macht der Spanier 88 (!!) Prozent der Punkte. Und da bist du als Gegner dann eben machtlos ...
6:3, 6:3, 2:1
 
Natürlich war diese Frage mehr Hoffnung gemischt mit Spass als alles andere. Denn Nadal schlägt heute einfach zu stark auf, das nächste schnelle 30:0 ist einfach nur noch Gewohnheit ...
6:3, 6:3, 2:1
 
Auch ein Ass hat man vom Südafrikaner lange nicht mehr gesehen, aber so verscheucht Anderson immerhin schon mal den Bagel von der Anzeigetafel. Und dann kann jetzt doch eigentlich das Break folgen ... oder?
6:3, 6:3, 2:0
 
Anderson lässt einfach mal Frust raus, ballert sich durch sein Aufschlagspiel und stellt mit jeder Menge Power auf 40:15. Und feuert sich vor allem endlich mal wieder mit dem ihm typischen ''Come on mate!'' an!
6:3, 6:3, 2:0
 
Während Nadal sein Aufschlagspiel mal wieder ganz locker durchzieht und das Break bestätigt, wollen wir Kevin Anderson zumindest nochmal ein ganz klein wenig Mut machen: Nadals einzige Niederlage nach einer 2:0-Satzführung passierte nämlich ausgerechnet hier bei den US Open im Jahr 2015 gegen den Italiener Fabio Fognini ...
6:3, 6:3, 1:0
 
Andererseits: Die Chancen sind generell natürlich auch eher schmal. Wollen Sie nämlich mal raten, wie Nadals Bilanz nach einer 2:0-Satzführung aussieht? 169:1 ...
6:3, 6:3, 1:0
 
Grundsätzlich kann es für Anderson jetzt nur noch eins geben: Volles Risiko. Denn schlechter als seine bisherige Ausbeute von null Breakbällen kann es ja kaum laufen ...
6:3, 6:3, 1:0
 
Wie gesagt: Das könnte jetzt schnell gehen. Anderson wischt einen Vorhandschuss aus dem Halbfeld noch hinter die Grundlinie und muss so das nächste (das vierte!) Break hinnehmen - 1:0 und Break vor für Nadal!
6:3, 6:3, 0:0
 
Und auch bei 40:15 geht es wieder los: Erst verholzt Anderson eine Rückhand longline, dann eine Vorhand longline - und anschliessend holt sich Nadal bei Einstand auch noch den Breakball, weil der Südafrikaner die nächste ganz simple Vorhand ins Netz spielt. Vorteil Nadal!
6:3, 6:3, 0:0
 
Und auch diese Zahlen sprechen nicht für die heutige Form von Kevin Anderson: Im bisherigen Turnierverlauf hat der Südafrikaner sein Service nur fünf Mal abgeben müssen - heute allein schon drei Mal.
6:3, 6:3, 0:0
 
Anderson macht das einzig Richtige und nimmt sich eine Auszeit in der Kabine - ob zum Besuch des Badezimmers oder für den Hemdwechsel ist dabei natürlich egal.
Zwischenfazit
 
So langsam können sich die Pokalgravierer wohl bereit machen: Lange wird dieses Finale nämlich nicht mehr dauern. Denn zum einen agiert Anderson nach wie vor zu fehlerbehaftet, zum anderen gibt sich Rafa Nadal hier so gut wie keine Blössen - insgesamt ist das bisher ein wahnsinnig fokussierter und gradliniger Auftritt der Nummer eins, die hier zum Beispiel noch keinen einzigen Punkt am Netz verloren hat (12/12).
6:3, 6:3
Und nach 97 Minuten haben dann zumindest zwei Drittel des Spuks ein Ende: Mit einer Vorhand cross schnappt sich Nadal den letzten benötigten Punkt und legt zum 2:0 nach Sätzen vor!
6:3, 5:3
 
Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht: Per Servicewinner stellt Nadal auf 40:0 und drei Satzbälle.
6:3, 5:3
 
Ein Servicewinner des Spaniers und der nächste unerreichbare Vorhandvolley sorgen schnell für klare Verhältnisse - 30:0.
6:3, 5:3
 
Mühe hat es gekostet, wichtig war es dafür aber umso mehr: Am Ende kann Anderson seinen Aufschlag halten und zumindest nochmal zum 3:5 verkürzen. Wenn doch bloss Nadal jetzt nicht mit dem Aufschlagen dran wäre ... einen Breakball hatte Anderson heute nämlich noch nicht.
6:3, 5:2
 
Es geht doch! Erst punktet Anderson mit einer Vorhand Inside-Out, dann hat er auch noch einen Servicewinner im Köcher - 40:30!
6:3, 5:2
 
Das kann der Südafrikaner zwar mit einem Vorhandschuss aus dem Halbfeld ausgleichen, aber Nadal lässt nicht locker, returniert lang und erspielt sich mit der Vorhand Inside-In das 15:30.
6:3, 5:2
 
Es ist leider einfach zu wild, was Anderson hier spielt: Die nächste unnötig in das Netz gelegte Rückhand bedeutet gleich wieder ein 0:15.
6:3, 5:2
 
Andersons 26. Unforced Error in Form einer zu langen Rückhand beschert Nadal dann das 5:2 - und schon steht der Spanier kurz vor der 2:0-Satzführung. Es sei denn, Anderson zaubert jetzt nochmal eine richtig dicke Überraschung aus dem Hut ...
6:3, 4:2
 
Anderson probiert sich dann mal wieder an einem Netzangriff (nur 11/25), aber Nadal hat mit dem Passierball mit der Vorhand cross natürlich die passende Antwort parat - 40:15!
6:3, 4:2
 
Ausnahmsweise startet auch der sonst so sichere Nadal mal mit einem Fehler ins ein Aufschlagspiel. Aber natürlich dreht der Spanier dann sofort wieder ein wenig auf, serviert sich per Winner zum 15;15 und stellt mit einem weiteren guten ersten Aufschlag auf 30:15.
6:3, 4:2
 
Aber diesen zweiten Breakball nutzt Nadal dann mal wieder ganz cool: Mit dem Return bereitet er den Netzangriff vor, mit dem dritten Volley schliesst er diesen dann auch ab - und liegt bei 4:2 erneut mit einem Break vorn. Vamos!
6:3, 3:2
 
Beim ersten Breakball will der Spanier dann allerdings zu schnell zu viel und verzieht seinen Vorhandreturn von Andersons zweitem Aufschlag. Nur noch 30:40 ...
6:3, 3:2
 
Anderson stürmt trotzdem gleich wieder ans Netz und punktet mit dem Rückhandvolley zum 15:30. Aber Nadal will es wissen, greift die Rückhand von Anderson an - und erspielt sich die nächsten beiden Breakbälle. 15:40!
6:3, 3:2
 
Es ist schon beeindruckend, was Nadal am Netz zu leisten im Stande ist. Mit seinem neunten Volleywinner (bei neun Versuchen!) stellt er auf 0:15, mit einem Passierball mit der Vorhand cross erhöht er dann sogar auf 0:30 ...
6:3, 3:2
 
... und über den ersten Spielball dann auch gleich zum 3:2 für Rafa Nadal.
6:3, 2:2
 
Mit einem Ass und zwei Servicewinnern geht es für den Spanier dann auch umgehend zum nächsten 40:0 ...
6:3, 2:2
 
Aber klar, irgendwann müsste Anderson vielleicht auch mal über ein Break nachdenken (noch null Breakchancen). Allerdings ist das momentan eher Mission Impossible - denn Nadal serviert weiterhin unantastbar.
6:3, 2:2
 
Und unter dem Strich steht für Anderson neben dem 2:2 vor allem eine wichtige Erkenntnis: Sein erster Aufschlag funktioniert endlich wieder besser - und wenn dieser sitzt, hat er in Satz zwei noch keinen Punkt verloren.
6:3, 2:1
 
Nadal kann dann zwar mit der nächsten kurz cross gespielten Rückhand verkürzen, Anderson aber auch gleich wieder per Servicewinner weiter vorlegen - 40:15 und zwei Spielbälle für den Südafrikaner.
6:3, 2:1
 
Tatsächlich scheint Anderson seinen Rhythmus aber wieder etwas besser zu finden. Zwei leichte Punkte über den ersten Aufschlag bringen ein schnelles 30:0 ...
6:3, 2:1
 
Diesen ersten und einzigen Spielball nutzt Nadal dann auch sofort, indem er Anderson ins Vorhandduell lockt und dort so lange anspielt, bis dieser ungeduldig wird und den Ball weit hinter die Grundlinie platziert. 2:1 für Rafa Nadal!
6:3, 1:1
 
Erstmal nicht, denn Nadal bleibt cool und serviert sich durch die Mitte zum 40:30. Spielball für den Spanier!
6:3, 1:1
 
Soviel dazu! Erst erzwingt Anderson einen Fehler bei Nadal, dann stellt er mit einem Vorhandwinner cross selber auf 30:30. Geht da was in Richtung Break?
6:3, 1:1
 
Zum ersten mal muss Anderson weder über Einstand gehen noch eine Breakchance abwehren - zu 15 geht es zum 1:1. Hoffen wir mal, dass das dem Südafrikaner vielleicht wieder ein bisschen mehr Stabilität bringt.
6:3, 1:0
 
... um dann aber leicht überraschend mit einem Ass auf 40:15 und Spielball zu stellen. Das fühlt sich irgendwie neu an!
6:3, 1:0
 
Bei Aufschlag Anderson bietet sich dagegen wieder ein sehr homogenes Bild. Der Südafrikaner legt mit einem guten Ersten vor, Nadal gleich mit der Vorhand longline aus, Anderson kommt per Vorhandvolley dann doch zum 30:15 ...
6:3, 1:0
 
Keine 100 Sekunden hat es gedauert, da steht Nadals Start nach Mass in den zweiten Satz: Zu Null geht es zum 1:0.
6:3, 0:0
 
Das Schöne an einem Satzgewinn per Break ist, dass man im folgenden Durchgang selber loslegen darf. Das nutzt Nadal dann auch gleich mal aus und stellt mit zwei Winnern und einem erlaufenen Stopp schnell auf 40:0 ...
Zwischenfazit
 
Viel sagen muss man zu diesem Satz nicht, denn die entscheidenden Faktoren sind leicht erkennbar. Zum einen macht Kevin Anderson nämlich viel zu viele unnötige Fehler (24:5!), zum anderen hat Nadal gegen Ende des Satzes die perfekte Mischung aus Geduld und Aggression gefunden - der Spanier trifft tatsächlich kaum falsche Entscheidungen.
6:3
Stark von Rafa Nadal! Mit der ersten Mini-Chance rückt er ans Netz vor und punktet mit einem butterweichen Volleystopp - Satzführung für den Mallorquiner!
5:3
 
Immer diese Fehler - Anderson semmelt mal wieder eine Vorhand unnötigerweise ins Netz und schenkt Nadal so dessen ersten Satzball!
5:3
 
Aber das reicht erstmal noch nicht, weil Nadal mit einem genialen, weil kurzen Rückhandreturn punktet und auf Einstand stellt.
5:3
 
Puh! Anderson gleicht am Netz mit zwei schönen Angriffen zum 30:30 aus und kann anschliessend über den Servicewinner auch zum 40:30 punkten ...
5:3
 
Es geht weiter wie gewohnt: Nadal macht vom Return weg Druck, zwingt Anderson weiter zu Fehlern (schon 24) und hat schnell ein 0:30!
5:3
 
Dann geht es wieder schnell: Zu 15 stellt Nadal auf 5:3. Und schon steht Anderson bei eigenem Aufschlag extrem unter Druck!
4:3
 
Huiui, da will wohl jemand das sofortige Re-Break! Andersons Returnhammer mit der geblockten Vorhand segelt noch knapp in den Korridor, sein folgender Vorhandstopp ist dann wunderbar - 15:15!
4:3
 
Es war wohl klar, dass Anderson unter dem Druck irgendwann einbrechen würde: Nadals fünfter Breakball ist der goldene, mit dem der Spanier zum 4:3 vorlegen kann. Und Anderson muss sich ärgern - diese ständigen Doppelfehler (schon fünf) muss er zwingend einstellen, wenn er hier eine Chance haben will.
3:3
 
Aber es bleibt dabei: Bei eigenem Aufschlag muss Anderson jedes Mal (4/4) über den Einstand gehen. Und diesmal gibt es für Nadal per Doppelfehler auch wieder einen Breakball geschenkt ... Vorteil für den Spanier!
3:3
 
Andersons nächster Angriff geht schief, weil sein Vorhandvolleystopp im Netz landet. Aber der Südafrikaner behält in dieser (ihm bereits bestens bekannten) Situation mal wieder die Nerven und kann sich zum 40:30 servieren.
3:3
 
Nadals zu kurzen Return schiesst Anderson dann anschliessend ab - bisher serviert der Südafrikaner mit dem zweiten Aufschlag in etwa so hart wie Nadal mit dem ersten.
3:3
 
Hui, da war ein bisschen Glück im Spiel: Anderson vermeidet beim Sturm ans Netz die Berührung des Selbigen nur haarscharf, kann aber den Vorhandvolley zum 15:15 ins Eck drücken.
3:3
 
So langsam muss Anderson hier aber auch mal im Match ankommen. Während Nadal erst vier Fehler gemacht hat, sind es bei dem Südafrikaner schon satte 18 - und schon hat Nadal das nächste 0:15.
3:3
 
Und das sieht dann natürlich sehr entschlossen aus: Mit Serve-and-Volley und dem hohen Vorhandflugball ins linke Eck schnappt sich Nadal den Spielgewinn zum 3:3.
2:3
 
Wie das heute so üblich ist gleicht Nadal das in der Vorwärtsbewegung aber sofort wieder aus und legt anschliessend mit einem Servicewinner auch noch zum 40:30 vor.
2:3
 
Endlich traut sich Anderson auch mal etwas! Erst legt er einen Rückhandreturn Inside-Out auf die Linie, dann punktet er mit dem Vorhandvolley cross ins Eck. 15:30!
2:3
 
Nadal tritt bei eigenem Aufschlag natürlich auch gleich wieder auf das Gaspedal. Wobei das vielleicht der falsche Ausdruck ist, denn den Punkt zum 15:0 macht Nadal mit einem Rückhandslice.
2:3
 
Und diesen Spielball kann Anderson dann auch am Netz nutzen und auf 3:2 stellen. Der Südafrikaner hat allerdings schon 27 Minuten mit seinen drei Aufschlagspielen zugebracht - Nadal mit seinen beiden erst sechs.
2:2
 
Apropos zehn Minuten: So lange dauert dieses Aufschlagspiel von Anderson auch schon wieder. Aber immerhin hat er seinen (gefühlt) elften Spielball ...
2:2
 
... und verspielt den dann gleich wieder zum fünften Einstand in diesem Spiel. Da sind wir ja schon fast wieder beim Niveau von vor zehn Minuten ...
2:2
 
Und täglich grüsst das Murmeltier: Nadal gleicht über Andersons Vorhand zum Einstand aus, der Südafrikaner legt mit Ass Nummer sechs erneut zum Vorteil vor ...
2:2
 
Sicher ist sicher: Ass Nummer fünf bringt Anderson dann endlich auch mal einen Spielball. Und Nadal verschwendet schon seine zweite Challenge, weil er es nicht glauben will ...
2:2
 
Klar, so geht's auch: Mit seinem vierten Ass hämmert sich Anderson zum erneuten Einstand. Aber das Aufschlagspiel wird für den Mann aus Johannesburg schon wieder zur Zitterpartie ...
2:2
 
Der Druck auf Anderson wird nicht weniger. Zwar kann der Südafrikaner sich zum Einstand servieren, leistet sich anschliessend aber auch seinen zweiten Doppelfehler - Vorteil und Breakchance Nummer vier für Rafa Nadal!
2:2
 
Und Nadal kann sich erneut eine Breakchance erspielen, weil er Anderson auf dessen Vorhand immer weiter aus dem Feld treibt und am Ende zum Schlag ins Netz zwingt. 30:40!
2:2
 
So wird das aber nichts: Anderson schmettert Nadal den Ball genau in die Vorhand, sodass der Spanier ihn longline locker passieren kann. 30.30!
2:2
 
Nadal zieht das Tempo mal wieder in bisschen an, aber Anderson kann sich am Netz zwei Mal in Serie behaupten und auf 30:15 stellen. Ein sicheres Aufschlagspiel wäre dem Südafrikaner nun ja auch mal zu gönnen ...
2:2
 
Mit einer schönen Vorhand longline aus dem Halbfeld macht der Spanier dann den Deckel auf das Aufschlagspiel und gleicht zum 2:2 aus - trotz der ganzen Sorgen beim ersten Aufschlag hat Nadal erst einen Returnpunkt zugelassen.
1:2
 
Es geht wohl auch anders. Zumindest bei Nadal, denn der trifft endlich mal ein paar erste Aufschläge und kann flott auf 40:0 stellen.
1:2
 
Acht Mal Einstand haben wir erlebt, allein zwölf (!) Minuten hat dieses eine Aufschlagspiel verschlungen - und am Ende kann Anderson sein Service dann doch irgendwie halten und zum 2:1 vorlegen. Falls das ein Vorgeschmack auf alles noch Folgende war: Machen Sie es sich bequem!
1:1
 
Aber der Südafrikaner spielt in diesen Tagen wirklich das beste Tennis seiner Karriere. Nadal setzt ihn prima unter Druck - und wird von der Rückhand kurz cross gespielt ausgekontert. Vorteil Anderson - was für ein Schlag!
1:1
 
Seinen mittlerweile vierten Spielball vergibt Anderson mit einem Doppelfehler. Und wir landen zum sechsten Mal bei Einstand!
1:1
 
Mit einem guten ersten Aufschlag und dem anschliessenden Vorhandschuss aus dem Halbfeld wehrt Anderson aber auch den zweiten Breakball ab und stellt anschliessend mit einem Ass auch noch auf Vorteil - da hilft Nadal auch die Challenge nicht!
1:1
 
Anderson muss auf gleich zwei Netzroller zurückgreifen, um den Breakball abzuwehren. Aber Nadal wittert natürlich gleich die nächste Chance und zwingt Anderson mit der hohen Topspinvorhand zum nächsten Fehler. Breakchance Nummer zwei für den Spanier!
1:1
 
In der Tat spielt Nadal den Rückhandreturn in hohem Bogen die Linie entlang, Anderson lässt den Ball durch, weil er ihn als zu lang erachtet - aber natürlich fällt die Filzkugel genau auf die Grundlinie. Vorteil und Breakball Nadal!
1:1
 
Erneut kann Anderson erstmal zum 40:30 vorlegen, aber auch diesmal kann er seinen ersten Spielball nicht nutzen. Und da Nadal beim Return bislang wesentlich aggressiver agiert als beim Aufschlag, könnte das Gefahr bedeuten ...
1:1
 
Mit einem Doppelfehler schenkt Anderson Nadal das 15:30, kann diese Schieflage aber anschliessend mit einer schönen Vorhand Inside-Out entschärfen. Gebannt ist die Gefahr bei 30:30 aber noch lange nicht ...
1:1
 
Taktisch ist das, was Anderson hier versucht, sehr spannend. Tempowechsel, kein Schlag so lang oder kurz wie der vorhergehende - so bringt man selbst einen Nadal aus dem Rhythmus. Einziges Problem: Was die Konzentration angeht kostet jeder einzelne Ballwechsel unheimlich viel Kraft.
1:1
 
Zu 15 kann Nadal sein Service dann auch durchbringen und zum 1:1 ausgleichen. Aber 0/5 erste Aufschläge - das darf beim Spanier auf keinen Fall so weitergehen.
0:1
 
Auch der dritte Versuch eines ersten Aufschlags landet nicht im Feld, aber Nadal kann anschliessend vom viel zu langen Rückhandreturn von Anderson profitieren. Und anschliessend dann auch per Aufschlagwinner (mit dem Zweiten, wohlgemerkt) über die Rückhand des Südafrikaners zum 40:15 vorlegen.
0:1
 
Nadal hingegen hat gleich mal Startschwierigkeiten beim Aufschlag. Zumindest beim ersten, der zwei Mal weit im Aus landet - 15:15.
0:1
 
Gut für Anderson, dass sein erstes Service bisher richtig gut funktioniert: Ein weiterer Servicewinner bringt den Vorteil, das zweite Ass dann den Spielgewinn zum 1:0.
0:0
 
Aber klar, sobald die Ballwechsel länger werden, ist Rafa Nadal im Vorteil. Mit einer langen Rückhand die Linie entlang zwingt er Anderson auf dessen Rückhand zum Fehler und erspielt sich den ersten Einstand!
0:0
 
Wichtig für Anderson, hier nicht gleich in Schwierigkeiten zu geraten: Per Ass durch die Mitte geht es zum 40:30 und einem Spielball.
0:0
 
Dann ist es der Südafrikaner, der mit dem nächsten guten Aufschlag vorlegen kann - aber Nadal spielt den aufgerückten Anderson dann am Netz aus und stellt auf 30:30.
0:0
 
Und es geht gleich richtig munter los! Nadal punktet mit einem Vorhandstopp zum 0:15, aber Anderson gleicht das mit einem Servicewinner durch die Mitte wieder aus.
0:0
 
Genug gequatscht! Das Arthur Ashe Stadium ist bestens gefüllt, die Sonne scheint und das Dach ist geöffnet - bei bestem Tenniswetter eröffnet Kevin Anderson die Partie mit eigenem Aufschlag!
Chair Umpire
 
Und einen Schiedsrichter hat diese Partie natürlich auch noch: Den Vorsitz über dieses Endspiel wird gleich der Amerikaner Jake Garner haben.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller auch schon! Kevin Anderson betritt den Court als Erster, gleich folgen das Erinnerungsfoto, der Münzwurf und das Einschlagen - und dann kann es hier auch schon losgehen!
Star-Spangled Banner
 
Sooooo! Während auf dem Court noch die Tribüne der Siegerehrung im Damendoppel abgebaut wird (Martina Hingis gewann nach dem Titel im Mixed auch den im Doppel), singt Musical-Star Corey Hawkins (''Six Degrees of Separation'') standesgemäss die US-Nationalhymne - und die Tribünen werden nach und nach auch immer voller.
US Open
 
Bevor es nun aber gleich losgeht, bleibt noch ein kurzer Moment, um uns die Geschichte des Turniers ein wenig genauer anzuschauen. Seit ihrer Erstaustragung im Jahr 1881 sind die US Open das zweitälteste Tennisturnier der Welt (nach Wimbledon), gespielt wird im New Yorker Stadtteil Queens/Flushing Meadows auf der Anlage des USTA Billie Jean King National Tennis Center - und der Centre Court, das gewaltige Arthur Ashe Stadium, ist mit seinen fast 23.000 Sitzplätzen das grösste reine Tennisstadion der Welt. Kein Wunder also, dass es für einen Tennisspieler wenig Grösseres gibt, als hier vor ausverkauftem Haus und unter Flutlicht in der Nightsession antreten zu dürfen - nebenbei gibt es bei diesem Turnier aber auch noch rekordverdächtige 50,4 Millionen Dollar (Herren und Damen gemeinsam) zu gewinnen. Und natürlich hatte diese Veranstaltung auch zwei Titelverteidiger: Das Dameneinzel gewann 2016 die Deutsche Angelique Kerber, bei den Herren war vor 12 Monaten der in diesem Jahr verletzte Stan Wawrinka (SUI) erfolgreich.
Head 2 Head
 
Womit Anderson nach seinen Leistungen der letzten 13 Tage natürlich leicht übertreibt. Allerdings ist schon irgendwie verständlich, dass die Historie dem Südafrikaner leichte Sorgen macht: In vier Duellen mit Nadal (drei auf Hardcourt) hat Anderson erst einen einzigen Satz gewonnen, zuletzt siegte der Spanier im Frühjahr in Barcelona glatt in zwei Sätzen (allerdings auf Sand).
Klarer Underdog?
 
Und weil im Halbfinale natürlich auch noch nicht Schluss war, freut sich Anderson nun also auf sein erstes ganz grosses Endspiel - und ist mit der Rolle des Aussenseiters auch hochzufrieden. ''Es ist schon toll genug, dass wir alle in einer Ära spielen, in der wir uns mit den grössten Tennisspielern aller Zeiten messen dürfen. Und jetzt waren sie auch noch so nett, mir den Weg in das Finale freizumachen. Das muss ich jetzt einfach geniessen, obwohl ich natürlich der absolute Underdog bin.''
Südafrika feiert
 
Solche Taten rufen dann natürlich auch die restlichen südafrikanischen Spitzensportler auf den Plan - und nicht nur Wayne Ferreira, vor Anderson 2003 in Australien letzter Südafrikaner in einem Grand-Slam-Halbfinale. Nein, auch Grössen wie Ernie Els oder Louis Oosthuizen meldeten sich nach Andersons Viertelfinalsieg gegen Querrey per SMS oder Tweet, um zu gratulieren. Oder wie es Anderson ausdrückt: ''Alle sagen, ich bin der erste Südafrikaner, der in der Open-Ära das Halbfinale hier in New York erreicht. Das wäre dann mein erster Quasi-Rekord in Südafrika - und das macht mich natürlich stolz.''
Anderson 2017
 
Und das gar nicht mal schlecht: Nachdem Anderson vor vier Wochen in Washington sein erstes Finale in mehr als zwei Jahren (Niederlage gegen A. Zverev) erreichen konnte, legte er beim Masters in Montreal noch eine Viertelfinalteilnahme nach - weshalb er nach diesen Open auch wieder unter den besten 20 Spielern der Welt auftauchen wird (nachdem er zu Jahresbeginn noch bis auf Platz 80 abgestürzt war).
Doch keine Frührente
 
Aber das ''Wie'' wird Anderson sowieso herzlich egal sein - denn der Südafrikaner, der mittlerweile nach Florida ausgewandert ist, hätte seine Karriere im letzten Jahr schon fast ausklingen lassen. ''Ich war müde nach den vielen Verletzungen'', so Anderson im Sommer in einem Interview mit ''ESPN''. ''Ich wollte mich nicht nochmal zurück quälen. Aber irgendwann überlegt man dann: Ok, und was nun? - und dann steht man plötzlich doch wieder auf dem Court.''
Turnierverlauf Anderson
 
Doch auch Kevin Anderson, der mit seinen 31 Jahren genau 16 Tage älter ist als Nadal, hat hier bei diesem Turnier noch nicht all zu viele Federn gelassen. In den ersten drei Runden reichten ihm jeweils drei Sätze, um Aragone (USA), Gulbis (LAT) und Zverev-Bezwinger Coric (CRO nach Hause zu schicken - gegen Paolo Lorenzi (ITA), Sam Querrey (USA) und Pablo Carreno Busta (ESP) taten es dann deren vier.
Turnierverlauf Nadal
 
Und auch, wenn seine Ergebnisse auf den schnellen Courts dann ein wenig zu wünschen übrig liessen (Achtelfinale Wimbledon und Montreal, Viertelfinale Cincinnati): Nadal hat seine Form rechtzeitig zu den US Open gefunden und gibt seinen Gegnern hier in Flushing Meadows eigentlich durchweg unlösbare Rätsel auf. Zumindest den Herren Lajovic (SRB), Dolgopolov (UKR) und Rublev (RUS) - in Runde zwei gegen den Japaner Taro Daniel, in Runde drei gegen Leonardo Mayer (ARG) und im Halbfinale gegen Juan Martin del Potro (ARG) führten Konzentrationsschwächen bei Nadal jeweils zum Verlust des ersten Satzes.
La Decima
 
Wirklich rund ging es für Nadal dann aber natürlich erst auf seinem heissgeliebten Sand: Drei aufeinanderfolgenden Turniersiegen in Monaco, Barcelona und Madrid liess der Spanier dann auch noch den nächsten Titel bei den French Open folgen - die sogenannte Decima, den zehnten Pokal (Rekord).
Nadal 2017
 
Und das nicht nur irgendwie, sondern eben als Frontrunner der Weltrangliste, wie Nadal schon bei den Australian Open 2017 mit seinem ersten Finaleinzug nach mehr als zwei Jahren (Niederlage gegen Federer) eindrucksvoll unter Beweis stellte. Und auch sonst läuft es diese Saison bisher richtig gut: Bei seinem zweiten Auftritt des Jahres im mexikanischen Acapulco musste sich der Spanier erst im Endspiel Sam Querrey (USA) geschlagen geben, in Indian Wells scheiterte er nach einigen starken Vorstellungen im Viertelfinale erneut an Roger Federer - und auch im Finale von Miami war der Schweizer die letzte, nicht zu überwindende Hürde.
Nur im Wettkampf glücklich
 
Doch in erster Linie ist Nadal momentan sowieso nur wichtig, wieder schmerzfrei aufspielen zu können. Und das klappt momentan so gut, dass der Spanier keinen Gedanken mehr an ein eventuelles Karriereende verschwendet. ''Ich war mir nicht sicher, ob und wie meine Karriere weitergehen würde'', so Nadal beim Turnier in Indian Wells. ''Ich war (während der Verletzungspause, d. Red.) traurig, dass ich nicht spielen konnte, habe aber ständig darüber nach gedacht, wie ich in meinem Leben ohne Tennis glücklich werden könnte. Natürlich, ich habe meine tolle Familie, meine Tennisakademie, aber ich habe gemerkt: Ich brauche den Wettkampf. Denn nach ein paar Wochen Pause ist es jedes Mal das Gleiche: Es juckt in den Gelenken, der Schläger grinst einen aus der Ecke an und sobald man die Turnschuhe an hat, will man nur noch auf den Court. Ich befürchte, ich werde der Tenniswelt noch eine Weile erhalten bleiben.''
Nadal
 
Beginnen wollen wir nämlich zunächst mal bei Rafa Nadal, der neuen Nummer eins im Welttennis. Zumal der Spanier diese Position auch hochverdient zurück erobert hat (und nicht glücklich, wie von einigen Medien angesichts fehlender Turniersiege im Sommer verbreitet) - nach zwei Jahren voller Verletzungen hat Nadal in diesem Jahr nicht nur wieder angegriffen, er spielt sogar extrem gutes und erfolgreiches Tennis. Wobei das Ganze auf dem Papier natürlich noch viel besser aussehen würde, gäbe es einen gewissen Roger Federer nicht.
Extraklasse vs Sensation
 
Denn sollte Rafael Nadal gewinnen, wäre das eigentlich nur eine weitere Bestätigung seiner Extraklasse: Schliesslich hat der Spanier 2017 bereits einen Grand-Slam-Titel gewonnen (French Open) und sich dazu Position eins in der Weltrangliste zurückerobert. Sollte der Sieger am Ende aber Kevin Anderson heissen, wäre das DIE Sensation des Tennisjahres, denn der Südafrikaner stand im vergangenen Jahr schon kurz vor dem Rücktritt - aber dazu später mehr.
Das finale Finale
 
Es ist der krönende Abschluss des Grand-Slam-Kalenders: Im New Yorker Stadtteil Queens wird gleich darüber entschieden, ob wir den zweiten zweimaligen Champion des Jahres zu sehen kriegen - oder ob diese US Open mit einer der grössten Überraschungen der Open-Ära zu Ende gehen.
Welcome to New York
 
Herzlich willkommen zum Finale der US Open zwischen Rafael Nadal und Kevin Anderson.
Turnier
Finale
R. Nadal (ESP/1)
6
6
6
K. Anderson (RSA/28)
3
3
4