ATP Western & Southern Open Cincinnati
SP
Pkt
1
2
3
4
5
aut
D. Thiem
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0
0
7
7
x
x
fra
A. Mannarino
0
0
0
6
6
x
x
Grandstand | Achtelfinale
Ende
D. Thiem
Ranking:
7
Geburtsd.:
03.09.1993
Größe:
1.85 m
Gewicht:
82 kg
Bilanz:
47-20
Preisgeld:
US$ 8.320.046
A. Mannarino
Ranking:
34
Geburtsd.:
29.06.1988
Größe:
1.80 m
Gewicht:
70 kg
Bilanz:
24-22
Preisgeld:
US$ 4.256.471
Letzte Aktualisierung: 18:14:12
Refresh:
Thiem
Mannarino
Abschied
 
Nach einem durch den Regen am Ende doch sehr lang gewordenen Tennisabend wollen wir uns nun aber von Ihnen verabschieden. Natürlich nur für heute, denn morgen melden wir uns natürlich von allen vier Viertelfinalpartien wieder bei Ihnen - Oliver Stein sagt Danke fürs Mitlesen und wünscht allen Verbliebenen eine Gute Nacht!
Ausblick
 
Während sich Adrian Mannarino nun also an die Vorbereitung auf die in zehn Tagen beginnenden US Open machen kann, geht es für Thiem schon morgen weiter: Im Viertelfinale wartet mit dem extrem unbequem zu spielenden David Ferrer (ESP) dann ebenfalls ein Sandplatzspezialist auf den Österreicher.
Fazit
 
Allerdings wird sich Thiem natürlich schon irgendwie Gedanken über die Unzahl an unnötigen Fehlern machen müssen, mit denen er sich das Leben oft genug selber schwer machte - und damit sind nicht nur die Doppelfehler, die im Spiel des Österreichers momentan oft zu absoluten Unzeiten auftreten, gemeint. Aber gewonnen ist gewonnen - und damit kann nun die Jagd nach Pluspunkten für die Weltrangliste losgehen (nachdem der Österreicher die im Vorjahr gewonnenen ja nun verteidigt hat).
Fazit
 
Auch, wenn ein Blick auf Thiems viele Fehler diesen Eindruck kaum unterstützt: Das hier eben ausgespielte war eins der besseren und aufregenderen Matches der letzten Tage. Und dazu trugen beide Akteure gleichermassen bei - am Ende gewann mit Dominic Thiem eben derjenige, der in den Tiebreaks die besseren Nerven behielt.
7:6, 7:6
Aber das war's dann doch: Nach etwas mehr als zwei Stunden besiegelt Adrian Mannarino sein Schicksal mit einer Rückhand ins Netz selber - und Dominic Thiem zieht hier in Cincinnati zum zweiten Mal in Serie ins Viertelfinale ein!
7:6, 6:6
 
Klasse gekämpft von Mannarino, der am Netz punkten kann, nachdem er einen Stopp erlaufen hat - nur noch 6:3 für Thiem.
7:6, 6:6
 
Mit der Vorhand steckt Thiem dann den nächsten Punkt bei eigenem Aufschlag ein - 6:2 und vier Matchbälle für den Österreicher!
7:6, 6:6
 
Wow! Mannarino rückt ans Netz vor, Thiem schiesst ihm ein Mal, zwei Mal mit der Rückhand auf den Körper - und beim dritten Mal dann am machtlosen Franzosen vorbei. 5:2!
7:6, 6:6
 
Ei, ei, ei! Der lange Zeit so sichere Mannarino verzieht eine Vorhand ohne Not komplett und lässt den Ball rechts in den Korridor segeln - Minibreak und 4:2 für Dominic Thiem!
7:6, 6:6
 
Der nächste Return des Franzosen fällt dann aber wieder eine Handbreit (laut Umpire Fergus Murphy) zu lang aus - 3:2 für Dominic Thiem.
7:6, 6:6
 
Dieses Minibreak holt sich Mannarino mit einem starken Vorhandreturn auf die Grundlinie aber sofort wieder zurück - 2:2.
7:6, 6:6
 
Dann wird der Franzose allerdings völlig ohne Not zu lang und muss Thiem das Minibreak überlassen - 2:1 für den Österreicher!
7:6, 6:6
 
Das glaubt man ja kaum: Mannarino spielt seinen eigenen eingesprungenen Vorhandvolley zum 1.1. Verrückt!
7:6, 6:6
 
Bärenstarker Auftakt von Thiem, der mit dem eingesprungenen Vorhandvolley zum 1:0 punktet.
7:6, 6:6
 
Und einen Aufschlag von Mannarino später ist der Drops dann (vorerst) gelutscht: Es geht mal wieder in den Tiebreak!
7:6, 6:5
 
Das kann Thiem zwar dank einer Rahmenvorhand des Franzosen verkürzen, aber Mannarino hat sofort eine tolle Vorhand gegen Thiems Laufrichtung im Gepäck und stellt so auf 40:15.
7:6, 6:5
 
Danach sieht es aber zunächst aus, denn Mannerino startet mit einem genialen Rückhandwinner kurz cross gespielt in sein Aufschlagspiel. Der folgende Netzangriff bringt dann schon das 30:0.
7:6, 6:5
 
Zu 15 stellt Thiem auf 6:5. Und um den Tiebreak zu erreichen, müsste Mannarino jetzt natürlich erstmal sein Service halten ...
7:6, 5:5
 
Das kann Thiem dann mit zwei Teilen Wucht und einem Teil Finesse beim Volley wieder in ein 40:15 verwandeln. Der Tiebreak hat seine Tür schon einen Spalt breit geöffnet ...
7:6, 5:5
 
Ei, ei, ei! Thiem muss eine Rückhand longline von Mannarino challengen und hat riesiges Glück, dass der Ball Millimeter zu lang ist. Statt 0:30 also doch nur 15:15 ...
7:6, 5:5
 
Ob das nun der fünfte oder sechste nicht geglückte Netzroller war, ist nicht ganz klar. Aber dass Thiem dieses Netz sicher am liebsten umnieten würde, ist Fakt. Und Mannrino gleicht lächelnd zum 5:5 aus.
7:6, 5:4
 
Trotz einer aussichtsreichen Challenge von Thiem landet Mannarino dann aber doch bei 40:0. Auch der Franzose scheint hier keine Geschenke mehr zu verteilen zu haben.
7:6, 5:4
 
Was uns aber bei Laune hält, ist der Entertainmentfaktor dieses Matches. Allein in diesem einen Ballwechsel gibt es einen erlaufenen Stopp, einen Traumlob, ein paar starke Volleys und den Punktgewinn für Mannrino nach einem Bratpfanneschlag überkopf (da wäre der Tweener besser gewesen!)von Thiem. Genug Wahnsinn für ein 15:0?
7:6, 5:4
 
Unter dem Strich steht ein extrem souveränes Aufschlagspiel, in dem Mannarino nur einen einzigen Ball ins Feld gebracht hat. Aber bei 5:4 benötigt Thiem nun eben doch wieder ein Break zum Matchgewinn. Mal sehen, wie er das gleich anstellen will!
7:6, 4:4
 
Manchmal muss dann eben Gewalt herhalten: Ein kraftvoller Smash, ein Rückhandwinner die Linie entlang und ein Servicewinner bringen Theim schnell das 40:0.
7:6, 4:4
 
Aber Mannarino ist hier momentan der sicherere Spieler - zwei schwache Rückhandbälle von Thiem bringen dem Franzosen den Spielgewinn zum 4:4. Nachdem Thiem bei 4:1 schon wie der sichere Sieger ausgesehen hatte ...
7:6, 4:3
 
Eigentlich ist Mannarinos Stopp zu lang, aber Thiem will es diagonal zu schön machen und spielt seine Rückhand ins Netz. Aber ein Rückhandwinner bringt dem Österreicher dann doch zumindest das 30:30 ...
7:6, 4:3
 
Mannarinos 15:0 kontert Thiem mit einem hervorragend erlaufenen Smash, den er dem Franzosen mit der Vorhand longline zurück um die Ohren feuert. 15:15!
7:6, 4:3
 
Ja, da darf man dann auch mal laut fluchen: Thiems Rückhand schafft es nicht über die Netzkante sondern plumpst zurück ins Feld des Österreichers. Dieses Problem hat er heute nicht zum ersten Mal - in diesem Fall steht es aber für Mannarinos Re-Break und somit das 3:4 aus der Sicht des Franzosen.
7:6, 4:2
 
Das gibt es doch nicht - diesen Satz kann man Thiems Box nach dessen Rahmenrückhand von den Lippenablesen. Und Mannarino hat tatsächlich eine Breakchance!
7:6, 4:2
 
Aber Mannarino hat sich noch nicht aufgegeben. Der Franzose, generell ja schon als Stehaufmännchen berüchtigt, daddelt Thiem wieder so lange Bälle um die Ohren, bis dem der Fehler zum 30:30 rausrutscht.
7:6, 4:2
 
Stark von Thiem, der erst einen Servicewinner ins Feld legt und es anschliessend mit seinem vierten Ass (beim zweiten sogar noch einen Tick besser macht. 30:15!
7:6, 4:2
 
In diesem Fall bedeutet das aber nur aufgeschoben statt aufgehoben, denn Mannarino bleibt dran, punktet per Servicewinner zum Vorteil und hat anschliessend das Glück, dass Thiems Challenge vom Hawkeye verneint wird. Nur noch 4:2, aber das Break Vorsprung bleibt Thiem natürlich erhalten.
7:6, 4:1
 
Mannarino versucht sein Glück gleich nochmal am Netz, bekommt diesmal aber den Passierball zwischen die Füsse gespielt - Einstand!
7:6, 4:1
 
Grandios, was Thiem da macht: Mit einem Volleylob (!) macht er den Punkt zum 40:30. Den Ball muss man erstmal so spielen!
7:6, 4:1
 
Mannarino punktet eigentlich nur noch sicher, wenn sein erster Aufschlag kommt. Das tut er dann aber gleich drei Mal in Serie - und so dreht der Franzose das 0:15 in ein 40:15 um.
7:6, 4:1
 
Mannarino greift ob seiner momentanen Chancenlosigkeit mal wieder zur Challenge und bekommt die Punktwiederholung zugesprochen - aber so bedeutet der folgende Servicewinner dann eben das 4:1 für den Österreicher!
7:6, 3:1
 
Kein Problem für Thiem, der momentan den Inbegriff der Coolness darstellt: Mit einem starken Ersten nach aussen geht es zum 30:30, per eingesprungenem Vorhandvolley dann zum 40:30 und einem Spielball.
7:6, 3:1
 
Uuups! Thiem ballert eine halbhohe Vorhand aus weniger als drei Metern Entfernung ins Netz. Der folgende Servicewinner sorgt dann zwar für das 15:15, aber Thiem verteilt per Doppelfehler (sein vierter) gleich das nächste Geschenk. 15:30!
7:6, 3:1
 
In der Tat, auch der folgende Punkt geht an Mannarino, der damit zum 1:3 verkürzen kann.
7:6, 3:0
 
Mit seinem zweiten Ass des Abends stellt der Franzose dann auch auf 40:15 und scheint den Bagel von der Anzeigetafel löschen zu können.
7:6, 3:0
 
Ist die Luft bei Mannarino jetzt raus? Tatsächlich wirkt es so, als spiele der Franzose nur noch ''Alles oder Nichts'' - was, solange er die Bälle denn auch trifft, natürlich höchst unterhaltsam daherkommt.
7:6, 3:0
 
Da will einer in den Feierabend gehen! Mit einem weiteren Ass und einem Punkt, den man nur als überrollen des Gegners bezeichnen kann, macht Thiem den Sack zu und bestätigt das Break zum 3:0.
7:6, 2:0
 
Das nennt man dann supercool: Mit einem Servicewinner und einem Ass gleicht Thiem den Schiefstand schnell aus und stellt auf 30:30.
7:6, 2:0
 
Und plötzlich klappt wieder nichts mehr. Thiems Achterbahnfahrt schient noch ein paar Runden weiter zu gehen, auf jeden Fall leistet sich der Österreicher gleich den nächsten bösen Fehler mit der Vorhand, muss sich anschliessend noch von einem aufgerückten Mannarino ausspielen lassen und sieht sich schnell dem 0:30 gegenüber.
7:6, 2:0
 
Viele Worte führen am Ende zum logischen Schluss: Mit dem nächsten Punktgewinn über Mannarinos Vorhand tütet Thiem das frühe Break in Satz zwei ein und legt zum 2:0 vor.
7:6, 1:0
 
Mannarino agiert nur noch als Wand, das ist alles nur noch Reaktion statt Aktion - woraus Thiem mit viel Power gegen Mannarinos Rückhand die nächsten beiden Breakchancen macht. 15:40!
7:6, 1:0
 
Auch das schnelle 15:0 von Mannarino kann Thiem kontern, indem er den Franzosen am Netz ausspielt. Und prompt kann Thiem mit einer hervorragenden Rückhand cross auch zum 15:30 punkten!
7:6, 1:0
 
Zu Null schnappt sich Thiem dieses Aufschlagspiel, womit er nun zehn der letzten elf Punkte gewonnen hat Chapeau!
7:6, 0:0
 
Und der Österreicher scheint sich einiges vorgenommen zu haben. Auf jeden Fall wirkt das Spiel des Österreichers plötzlich druckvoll und geplant - das schnelle 40:0 ist ein Beweis dafür.
7:6, 0:0
 
Auf geht's mit Satz zwei, Dominic Thiem darf als Erster aufschlagen.
Zwischenfazit
 
Es war ein hartes Stück Arbeit, das Dominic Thiem hier in Satz eins verrichten musste. Denn Mannarino schwankt durchweg zwischen genial und viel zu leichtsinnig - und Thiem hilft mit nun schon fast zwei Dutzend unnötigen Fehlern auch bestens mit, aus diesem Match eine Nervenangelegenheit zu machen. Warten wir ab, wie es hier weitergeht - gradlinig sicher nicht!
7:6
Nach 69 Minuten kann Dominic Thiem dann aber doch einen Deckel auf den ersten Satz machen: Sein zweites Ass sorgt für das 7:6.
6:6
 
Satzball Nummer eins wehrt Mannarino dann aber mit einem grandiosen Rückhandreturn ab. 6:4!
6:6
 
Bärenstark von Dominic Thiem! Erst bereitet er den Netzangriff mit einer tollen Vorhand longline vor, dann punktet er mit einem Volleystopp zum 5:3 - und legt anschliessend auch noch den Punkt zum 6:3 nach. Drei Satzbälle und Aufschlag für den Österreicher!
6:6
 
Soviel zu einfach und schnell: Servicewinner Nummer zwei in Serie bringt Thiem bei 4:3 die erste Führung in diesem Tiebreak.
6:6
 
Und weil es so schön einfach geht, legt Thiem dem noch einen Servicewinner zum 3:3 nach. Seitenwechsel!
6:6
 
Es geht ja doch: Mit einem Vorhandhammer die Linie entlang holt sich Thiem das Minibreak zurück und verkürzt auf 2.3.
6:6
 
Thiem behält zwar Recht mit seiner Challenge, aber Mannarino kann auch über seinen zweiten Aufschlag punkten und erzwingt den nächsten Vorhandfehler bei Thiem. So schwach wie heute präsentiert sich der Paradeschlag des Österreichers sonst nie. 3:1 für Mannarino!
6:6
 
Gut, dass Thiem sich schnell wieder fängt - per Servicewinner geht es zum 1:2 aus der Sicht des Österreichers.
6:6
 
Thiem hingegen wischt schon wieder eine Vorhand aus dem Halbfeld in den Korridor - das Minibreak beschert Mannarino das 2:0.
6:6
 
Der Franzose hält auf jeden Fall seinen ersten Aufschlag - 1:0.
6:6
 
Übrigens haben die beiden bisher erst einen einzigen Tiebreak gegeneinander gespielt: Den gewann Dominic Thiem vor zwei Jahren im allerersten Duell mit Mannarino.
6:6
 
Unfassbar: Ausgerechnet bei 30:40 leistet sich Thiem seinen zweiten Doppelfehler (das kennen wir ja schon aus dem Fognini-Match) - und schenkt Mannarino das dringend benötigte Re-Break. Es geht in den Tiebreak!
6:5
 
Aber natürlich ist das Spiel bei 30:30 noch nicht vorbei. Und so ist es Mannarino, der sich den nächsten Punkt über Thiems Vorhand sichert und auf 30:40 stellt - Breakchance für den Franzosen!
6:5
 
Aber offenbar braucht Thiem heute diese engen Situationen. Denn plötzlich packt der Mann aus Lichtenwörth doch wieder perfektes Grundlinientennis aus und stellt locker auf 30:30.
6:5
 
Soviel dazu. Erst challenged sich Mannarino zum 0:15, dann schiesst er einen eher schwachen zweiten Aufschlag von Thiem einfach ab und punktet anschliessend am Netz - 0:30!
6:5
 
Ist das abgezockt von Dominic Thiem: Erst wird Mannarino eingelullt, dann mit einer plötzlichen Tempoverschärfung auf der Vorhand zum Fehler gezwungen - und das ist dann auch schon das Break zum 6:5 für den Österreicher!
5:5
 
Aber Thiem scheint so langsam aufzuwachen! Ob der kurze Slicereturn, sein Angriffsball mit der Rückhand cross oder der Punktgewinn mit der Vorhand longline zum 30:40 - die Breakchance hat sich der Österreicher wirklich verdient!
5:5
 
Mannarino schlägt zwar kaum Asse, sein Kickaufschlag gehört aber zu den besseren auf der Tour. Und Thiem hat damit auch nach wie vor arge Probleme - das schnelle 30:0 ist nur der nächste Beweis dessen.
5:5
 
Aber Thiem steckt natürlich nicht auf: Erst stellt er mit einer endlich mal gelungenen Vorhand longline auf Vorteil, dann nimmt er den Spielball per Rückhandvolley mit und stellt auf 5:5. Und das nach der Abwehr von zwei Satzbällen ...
4:5
 
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, das wissen wir alle seit unseren Kindertagen. Und weil die nächste Vorhand dann wieder einen unrühmlichen Abgang in den Korridor macht, hat Mannarino bei Vorteil gleich den zweiten Satzball - den der Franzose mit einer viel zu langen Vorhand aber umgehend wieder verspielt.
4:5
 
Ein Mal tief durchatmen bei den Fans von Dominic Thiem: Diesmal sitzt der Vorhandschuss aus dem Halbfeld und bringt dem Österreicher immerhin den Einstand. Puh!
4:5
 
Und dann ist es plötzlich soweit: Nach einem weiteren Vorhandfehler von Thiem hat Adrian Mannarino seinen ersten Satzball!
4:5
 
Aber der Fehlerteufel ist heute leider selten weit entfernt. Eine Rahmenvorhand des Österreichers landet auf der Tribüne und beschert Mannarino das 30:30 ...
4:5
 
Mit einem herrlich vorbereiteten Netzangriff erwischt Mannarino den besseren Start ins Thiems Aufschlagspiel. Aber der Österreicher bleibt ruhig und kann mit zwei aufeinander folgenden Winnern zum 30:15 kontern - endlich mal!
4:5
 
Mittlerweile ist Dominic Thiem bei 17 (!!) Unforced Errors angekommen - der nächste leichte Punktgewinn beschert Mannarino das :4. Und damit setzt sich Thiem nun dem Druck aus, gegen den Satzverlust aufschlagen zu müssen.
4:4
 
Mannarino hat die Fehler schnell wieder einstellen können und punktet momentan vor allem in den langen Ballwechseln - was der komplette Gegenentwurf dessen ist, was wir VOR der Regenpause erleben durften.
4:4
 
Ein weiterer leichter Fehler von Mannarino bringt Thiem dann auch gleich das 0:15. Doch das kann der Franzose dann mit viel Geduld und über Thiems nach wie vor wackelige Rückhand wieder ausgleichen.
4:4
 
... was der Mann aus Lichtenwörth dann mit einem Rückhandwinner kurz cross gespielt in den Spielgewinn zum 4:4 verwandelt.
3:4
 
Per Servicewinner geht es für Thiem dann zum 40:15 ...
3:4
 
Auch das sieht man in der Weltspitze ab und zu: Ohne, dass sein Rahmen da im Spiel gewesen wäre, spielt Mannarino eine Rückhand cross noch neben (!) den Korridor. 30:15 für Dominic Thiem.
3:4
 
Mannarino wagt mal einen seiner seltenen Ausflüge ans Netz, wird dort aber von Thiems Rückhand longline kalt erwischt. Und diesen kleinen Vorsprung baut Thiem mit einem eigenen Netzangriff umgehend in das 30:0 aus.
3:4
 
Zwei Servicewinner später hat der Franzose seinen Aufschlag dann aber doch gehalten und zum 4:3 vorgelegt. Und wir hoffen mit einem bangen Blick gen Himmel einfach mal, dass uns Petrus nicht noch einen Streich spielt ...
3:3
 
Thiem scheint seine gute Form aber auch nicht in der Kabine gelassen zu haben, der erste längere Ballwechsel geht an den wesentlich aktiveren Österreicher. 30:30!
3:3
 
Und weiter geht's! Mannarino serviert - und startet mit einem Servicewinner zum 30:15 in diesen zweiten Teil des Matches.
Einschlagen
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller auch schon wieder. Natürlich wird sich jetzt erstmal fünf Minuten lang eingeschlagen - und dann kann es auch schon weitergehen.
Trockenphase
Es ist schon ein Spektakel, wie sich fast zwei Dutzend Hilfskräfte um das Trockenlegen des Courts bemühen. Da sind Staubsauger, Schwämme und Schieber im Einsatz - bei so viel Elan sollte es definitiv gleich weitergehen können.
Regen
Nach wie vor wird auf der Anlage des Lindner Family Tennis Centre nicht gespielt. Allerdings haben die Ballkinder hier und da begonnen, die Plätze abzuziehen - was uns natürlich Mut auf eine baldige Fortsetzung unserer Partie macht!
Regen
Nach wie vor (21:35 MEZ) präsentiert sich der Himmel über Cincinnati wolkenverhangen - früher als in einer halben Stunde wird es hier wohl kaum weitergehen können. Machen Sie es sich bequem, das Sitzfleischtraining dürfte noch eine Weile fortgesetzt werden.
Regen
Bei 15:15 ist dann das passiert, was sich niemand gewünscht hat: Es hat angefangen, zu regnen. Woraufhin Umpire Fergus Murphy das Match natürlich sofort abbricht und die Spieler in die Kabinen schickt. Und wir müssen warten!
3:3
 
So etwas gibt es auch: Zu Null bringt Thiem sein Aufschlagspiel durch - das war auf jeden Fall nichts, was hier zur Norm wird.
2:3
 
Zum Glück gibt es zwischen den Aufschlagspielen eine Pause zum Durchatmen. Denn was Thiem und Mannarino hier an Energie in jeden einzelnen Ballwechsel stecken, ist atemberaubend - nach fünf Einständen kann Mannarino mit seinem ersten Ass des Tages aber immerhin zum 3:2 punkten.
2:2
 
Und plötzlich wird hier nur noch WAHNSINNSTENNIS gespielt! 35 Schläge lang dauert der Ballwechsel, bevor Thiem eine Vorhand Inside-In genau ins Eck schweisst - Vorteil und Breakball Nummer drei für den Österreicher! Doch auch den wehrt Mannrino mit herrlichen Winkeln bei der Vorhand cross ab. Einstand, die vierte!
2:2
 
Ein Wahnsinnsballwechsel von beiden! Erst hat Thiem von der Grundlinie die Oberhand und greift das Netz an, dann erspielt sich Mannarino den leichten Vorteil mit einem Passierball auf Thiems Füsse - und am Ende behält der Franzose dann im Volleyduell die Oberhand. Einstand und Standing Ovations für beide!
2:2
 
Aber es gibt ja gleich die nächste Chance: Erst knallt Mannarino eine Vorhand cross ins Netz, dann seinen Schläger auf den Boden. Vorteil Thiem!
2:2
 
Stark von Thiem! Der Wiener greift Mannarinos zweiten Aufschlag mit einem furchtbar krumm abspringenden Vorhandtopspin ab und erspielt sich bei 30:40 einen Breakball - den Mannarino aber mit einer guten Rückhand auf die Grundlinie abwehren kann. Einstand!
2:2
 
Der nächste Ballwechsel mit mehr als zehn Schlägen endet ebenfalls mit einem Fehler des Franzosen - 30:30!
2:2
 
Was bei Thiem funktioniert ist das geduldige Spiel. Denn sobald die Ballwechsel länger werden, verliert Mannarino schnell die Geduld und leistet sich ähnlich viele Fehler wie der Österreicher in den kürzeren Ballwechseln. 30:15!
2:2
 
Soviel dazu. Erst segelt eine Vorhand von Thiem noch neben den Korridor, dann spielt er einen ganz krummen Vorhandslice (!) ins Netz. 30:0 für Mannarino!
2:2
 
... und am Ende hat Thiem jegliche Schiefstände aus der Welt geräumt und zum 2:2 ausgeglichen,. Dann kann es jetzt ja losgehen!?
1:2
 
Mit einem guten Ersten kann Thiem dieses Problem zwar erstmal beseitigen. aber der doch immer stärker werdende Wind irritiert den Wiener sichtlich. Für den Vorteil reicht es aber dennoch ...
1:2
 
Ei, ei, ei! Thiem hat alle Möglichkeiten, schiesst die Vorhand von der T-Linie aber ins Netz - und Mannarino hat bei 30:40 schon wieder eine Breakchance.
1:2
 
Auf den nächsten Servicewinner folgt der zweite Doppelfehler - und bei 30:30 schon wieder die nächsten Sorgen für Dominic Thiem.
1:2
 
Aber der frische Schwung hält bei Thiem nur kurz vor. Zum 15:15 leistet sich der Österreicher nämlich schon wieder einen Fehler der Marke ''komplett vermeidbar''.
1:2
 
Mit einem perfekten Volleystopp nimmt Thiem gleich den ersten Breakball mit, wischt das eben kassierte Break so aus der Welt und verkürzt zum 1:2. Alles wieder in der Reihe in Satz eins!
0:2
 
Endlich packt Thiem auch mal seine Rückhand aus, was tatsächlich richtig gut klappt: Aus der Defensive kann sich Mannarino jedenfalls nicht mehr befreien und muss das 15:40 hinnehmen.
0:2
 
Wie gewonnen, so zerronnen: Mit seinem ersten Doppelfehler schenkt Mannarino Thiem den Punkt zum 15:30. Und der Österreicher wittert wohl schon wieder Breakchancen!
0:2
 
Ausnahmsweise greift Thiem mal das Netz an und lässt Mannarinos viel zu langen Passierball dann ins Aus segeln. Aber Mannarino ist sofort zur Stelle und stellt mit einigen schönen Slicebällen auf 15:15.
0:2
 
Soviel zu Thiems vergebenen Breakmöglichkeiten: Mit seinem nun schon sechsten unnötigen Fehler gibt der Österreicher sein erstes Aufschlagspiel ab und liegt nach nur zehn Minuten schon mit einem Break zurück.
0:1
 
Und plötzlich geht es ganz schnell: Eine wilde Vorhand von Thiem und der erste Doppelfehler des Österreichers bringen Mannarino seinerseits zwei Breakchancen.
0:1
 
Die Rückhand von Mannarino ist übrigens kein Fall für das Lehrbuch. Denn der Franzose spielt den Schlag meist mit einem ganz steifen Arm und schiebt die Bälle mehr, als dass er sie wirklich schlägt ... aber dafür passen seine Winkel meist perfekt. 15:15!
0:1
 
Am Ende hat es fast sieben Minuten gedauert, bis Mannarino sein Service durchgebracht und zum 1:0 vorgelegt hat. Mal sehen, wie Thiem die vergebenen Breakchancen wegsteckt.
0:0
 
Aber auch darauf hat Mannarino die passende Antwort, der nächste Servicewinner des Franzosen sorgt für den nächsten Einstand. Aus dem Thiem mit dem nächsten leichten Vorhandfehler den nächsten Vorteil für sein Gegenüber macht - Sicherheit ist bislang für beide Spieler ein Fremdwort.
0:0
 
Es geht aber auch anders: Ein Vorhandhammer von Thiem longline aus der Rückhandecke gespielt bringt dem Wiener den nächsten Einstand. Und in der Folge dann sogar den dritten Breakball!
0:0
 
Wie schon in den Runde zuvor gilt Thiems Hauptaugenmerk dem Versuch, die eigenen Rückhand so gut es geht auszulassen. Aber wie schon gegen Fabio Fognini entstehen durch die zusätzlichen Meter viel zu viele leichte Fehler ...
0:0
 
Aber Mannarino scheint auch aufgewacht zu sein, kontert den ersten Breakball mit einem Servicewinner und bekommt von Thiem dann auch noch einen Vorhandfehler geschenkt - Einstand!
0:0
 
Aber Thiem wittert hier gleich seine Chance, returniert erneut schön lang und kann auf 15:40 stellen. Zwei Breakchancen für den Wiener!
0:0
 
Dann hat Mannarino Glück, dass seine lange Vorhand von der Grundlinie abspringt und Thiem so zum Fehler verleitet - 15:30.
0:0
 
Der erste Punkt geht dank eines schönen Returns auf die Füsse von Mannarino aber an Thiem. Und auch den Punkt zum 0:30 sichert sich der Österreicher ...
0:0
 
Genug erzählt, los geht's - Mannarino serviert nach gewonnenem Münzwurf als Erster!
Chair Umpire
 
Schiedsrichter der Partie wird übrigens gleich Fergus Murphy sein - der Ire gehört auf der Tour zu den Routiniers auf dem Stuhl.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller auch schon. Mannarino betritt den Court gefolgt von Thiem als Erster, gleich folgen das obligatorische Erinnerungsfoto, der Münzwurf (auch hier in Cincinnati elektronisch per App durchgeführt) und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es auch schon losgehen!
Cincinnati Masters
 
Fehlt also eigentlich nur noch ein Wort zum Turnier an sich. Das Cincinnati Masters wurde seit 1899 an immer wieder wechselnden Lokalitäten ausgetragen, bis man sich 1979 endgültig für einen Umzug ins Lindner Family Tennis Center entschied. Das Cincinnati Masters wird seitdem parallel für Damen und Herren ausgespielt, hat einen Centre Court mit 11.400 Plätzen und verteilt mittlerweile ein Preisgeld von 5,62 Millionen Dollar (bei den Herren), von denen allein 954.000 Dollar an den Sieger gehen - Rekordsieger ist der in diesem Jahr nicht angetretene Roger Federer (SUI/sieben Titel), Titelverteidiger der ebenfalls verhinderte Marin Cilic (CRO).
Head 2 Head
 
Auch deshalb sollte sich Mannarino heute am besten ausschliesslich auf seine Leistungen der letzten Monate konzentrieren - und den direkten Vergleich mit Dominic Thiem komplett verdrängen. 4:0 steht es da nämlich für den Österreicher - zuletzt konnte Thiem Mannarino im Frühjahr in Acapulco in zwei glatten Sätzen in die Schranken weisen.
Mannarino 2017
 
Dafür läuft es bei Mannarino in diesem Jahr aber richtig gut. In Miami und Monaco erreichte er seine ersten beiden Achtelfinals bei Masters-Turnieren, auch in Wimbledon schaffte er es bis in die Runde der besten 16 und in Montreal letzte Woche dann sogar bis ins Viertelfinale - was in der Weltrangliste für Platz 36 und damit Mannarinos zweitbeste Platzierung aller Zeiten ausreicht.
Mannarino in Cincinnati
 
Allerdings verbindet auch sein heutiges Gegenüber eine herzliche Abneigung zu diesem Turnier: Adrian Mannrino hat hier in Cincinnati nämlich vor 2017 noch nie die zweite Runde erreichen können - drei Erstrundenniederlagen und zwei Pleiten in der Qualifikation sorgen für eine wenig erbauliche Turnierstatistik des Franzosen.
Thiem in Cincinnati
 
Ob sich Thiem in dieser Woche belohnen kann, hängt natürlich von seinem Lauf ab: Von seiner Viertelfinalteilnahme im Vorjahr hat der Lichtenwörther auf jeden Fall einiges an Punkten zu verteidigen. Und seine Generalprobe im Doppel sollte Thiem lieber ganz schnell vergessen: An der Seite von Kumpel Karen Khachanov verlor er sang- und klanglos gegen die spanische Paarung Pablo Carreno Busta/Fernando Verdasco - im Einzel hingegen war Fabio Fognini in Runde zwei chancenlos.
Kniebeschwerden
 
Und Arbeit war für den 23-Jährigen ja noch nie ein Problem - obwohl er sich seit dem letzten Herbst auch noch mit einer ziemlich dummen Verletzung herumschlagen muss. ''Bei den US Open hab ich mir beim Rückhand-Slice-Training den Griff aufs rechte Knie gerammt. Seither tut das Knie weh, im Prinzip bei jedem Schritt, beim Rennen, bei jeder Richtungsänderung, sogar wenn du nicht spielst, wenn du dich nur hinknien möchtest. Dann wird's irgendwann schwer mit Spass haben.'' Und trotzdem liegt Thiem nichts ferner, als sein durchaus straffes Jahresprogramm von 27 Turnierauftritten plus Davis Cup zu kürzen: ''Ich bin immer am glücklichsten, wenn ich Turniere spielen darf. Das ist doch quasi die Belohnung für das ganze Training.''
Probleme auf Hardcourts
 
Der Umzug auf die schnelleren Bodenbeläge ist Thiem dann aber wie erwähnt weniger gut bekommen - abgesehen vom Achtelfinale in Wimbledon hat der Österreicher in den letzten Wochen wenig gerissen. ''Ich weiss selber, dass ich auf Sand zu den Besten gehöre. Auf Hardcourt und Rasen arbeite ich noch daran'', so ein realistischer Thiem nach seinem Achtelfinalaus in Washington in der Vorwoche.
Thiem 2017
 
Und schlecht lief es beim Österreicher bis zum Sommer ja nun wirklich nicht. Mit 39 Siegen (bei 16 Niederlagen) hat er im Jahr 2017 bislang die zweitmeisten auf der Tour zusammengesammelt (nach Nadal/46 und mit A. Zverev/41), hat in Rio de Janeiro ein Turnier gewonnen und zuletzt in Barcelona sowie beim Masters in Madrid das Endspiel sowie in Rom und bei den French Open das Halbfinale erreicht - nach vier Turniersiegen im Vorjahr keine schlechte Ausbeute für die ersten sechs Monate einer Saison.
Musterschüler Thiem
 
Wobei der 23-Jährige in diesem Jahr nicht nur in den Top10 angekommen ist, sondern mittlerweile schon relativ selbstverständlich dazu gehört. Und das vor allem, weil Thiem auch als Star noch als so wissbegierig gilt, dass er Trainingslektionen, Niederlagen und Erfolge in sich aufsaugt, verarbeitet und mit den neuen Erfahrungen quasi sofort besser wird - so scheint es zumindest in 2017.
Schwierige Wochen
 
Und so richtig warm ist Thiem mit den amerikanischen Hardcourts ja auch noch nicht geworden. Weder in den Vorjahren, noch in 2017 - in Washington endete das Turnier für ihn bereits im zweiten Match (gegen Kavin Anderson/RSA), in Montreal letzte Woche musste sich der Österreicher sogar schon nach seinem allerersten Match verabschieden (und nach vier vergebenen Matchbällen gegen Diego Schwartzman/ARG).
Das Duell
 
Natürlich ist Dominic Thiem mittlerweile in fast jedem Match bei den grossen Turnieren der Favorit. Und so gestaltet sich die Lage auch heute - allerdings ist Adrian Mannrino momentan in einer dermassen bestechenden Form, dass man den Franzosen in den frühen Turnierphasen lieber meiden möchte.
Welcome to Ohio
 
Herzlich willkommen beim Masters-Turnier in Cincinnati zur Achtelfinalpartie zwischen Dominic Thiem und Adrian Mannarino.
Turnier
Finale
N. Kyrgios (AUS)
3
5
G. Dimitrov (BUL/7)
6
7